Rettungshubschrauber "Christoph 34" startet in Güstrow : Luftretter täglich dreimal im Einsatz

<fettakgl>Der Rettungshubschrauber 'Christoph 34'</fettakgl> - ein EC 135 T2i - ist die modernste Version des Typs mit einer sehr umfangreichen Sicherheitsausstattung, darunter ein Hinderniswarngerät.<foto>archiv</foto>
Der Rettungshubschrauber "Christoph 34" - ein EC 135 T2i - ist die modernste Version des Typs mit einer sehr umfangreichen Sicherheitsausstattung, darunter ein Hinderniswarngerät.archiv

1010 Einsätze flog der Rettungshubschrauber "Christoph 34" im vergangenen Jahr aus Güstrow. Damit waren die Luftretter im Schnitt dreimal täglich im Landkreis und über die Kreisgrenzen hinaus im Einsatz.

svz.de von
24. Februar 2011, 10:14 Uhr

Güstrow | 1010 Einsätze flog der Güstrower Rettungshubschrauber "Christoph 34" im vergangenen Jahr. Damit waren die Luftretter im Schnitt dreimal täglich im Landkreis und über die Kreisgrenzen hinaus im Einsatz.

2009 waren es 1014 Einsätze und 2008 1043. Das seien stabile Zahlen, die für die sehr gute Entwicklung des Güstrower Standortes sprechen, sagt Polizeirat Thomas Hochstein, stellvertretender Staffelführer der Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg, zu der "Christoph 34" gehört. Mit dieser Bilanz sei der in Güstrow am KMG-Klinikum stationierte Rettungstransporthubschrauber zu einem "unverzichtbarer Bestandteil der Luftrettung des Landes" geworden, hebt Rüdiger Ewald, Sprecher des Sozialministeriums, hervor. Mit zwei weiteren Rettungshubschraubern sei das Land weitgehend abgedeckt. "Christoph 34" sichere die Versorgung im westlichen Teil, so Ewald. "Die Bundespolizei ist dabei ein stets verlässlicher Partner, die mit hervorragend ausgebildeten und motivierten Piloten und einer modernen Maschine die Voraussetzungen für eine hohe Qualität der Luftrettung an diesem Standort schafft", betont der Sprecher weiter. In der gesamten Rettungskette gewährleiste der Eigenbetrieb Rettungsdienst der Landkreise Güstrow und Bad Doberan mit Bundespolizei, Notärzten und Rettungsassistenten, dass schnell und qualifiziert geholfen werden könne, so Ewald.

"Christoph 34" fliegt vor allem in einem Radius zwischen 50 und 70 Kilometern in der Region Güstrow. Gerufen wird er hauptsächlich bei Herzinfarkten und Schlaganfällen sowie bei schweren Unfällen, bei denen es meist um eine Maximalversorgung geht. Bei Verbrennungsopfern oder Tauchunfällen, für die es im Land keine Behandlung gebe, fliege der Hubschrauber zu Spezialkliniken in Hamburg und Berlin, erläutert Jörg Niewar, Schwarmführer der Zivilschutz-Hubschrauber der Bundespolizei. Ein spektakulärer Einsatz im vergangenen Jahr war ein Tauchunfall in Sassnitz. Der Mann wurde in eine Klinik in Berlin-Friedrichshain geflogen. Einen Großeinsatz gab es für "Christoph 34" auch nach einem Unfall mit acht Verletzten auf der A24. Schnelligkeit per Hubschrauber war ebenfalls gefragt als die Piloten und Ärzte in ein Dorf bei Teterow gerufen wurden. Jörg Niewar: "Ein Traktor sollte in den Dorfanger gefahren und eine Person eingeklemmt sein." Als "Christoph 34" eintraf, waren Traktor und sogar eine Kuh zwar da, aber der Fahrer nicht. Niewar: "Er hatte sich befreit. Als er ermittelt wurde, stellte sich heraus, dass er alkoholisiert und ohne Führerschein gefahren war."


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