Ludwigslust : Zwischen Schulbank und Firma

Die Zehntklässler Kimberly Frenzel, Florian Bruck und Maria Torosyan (v.l.) sind Teil der Student Company, der Schülerfirma des Ludwigsluster Goethe-Gymnasiums.
Die Zehntklässler Kimberly Frenzel, Florian Bruck und Maria Torosyan (v.l.) sind Teil der Student Company, der Schülerfirma des Ludwigsluster Goethe-Gymnasiums.

Schüler des Ludwigsluster Goethe-Gymnasiums gründeten Student Company und kümmern sich vor allem um Klassen-Shirts und Catering

von
12. März 2018, 21:00 Uhr

Haus 1, dritte Etage, Raum 405 – hier findet man seit gut anderthalb Jahren die Schülerfirma des Goethe-Gymnasiums. Oder besser gesagt: die Student Company Ludwigslust. Insgesamt zwölf Schüler der neunten und zehnten Klassen treffen sich hier regelmäßig, um ihre eigene kleine Firma zu leiten und so Einblicke in das Geschäftsleben zu erhalten. Zu den Aufträgen zählen zur Zeit vor allem das Gestalten von Klassen-Shirts und das Catering bei Schulveranstaltungen.

In satter roter Farbe wurde das Logo der Student Company an die Wand des Raumes gemalt. „Wir haben uns für die englischen Begriffe entschieden. Das klingt einfach moderner und auch international“, erklärt Kimberly Frenzel. Die 16-Jährige ist für die Öffentlichkeitsarbeit der Firma zuständig, Florian Bruck ist der Chef des Ganzen. „Aber wir sehen das nicht so eng. Wir sind ein Team und jeder kann seine Kompetenzen und Ideen einbringen“, erklärt der Zehntklässler.

Was im Herbst 2016 als Wahlpflichtfach begonnen hat, ist den Schülern mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. So sehr, dass sie Schulleiter Ekkehard Detenhoff baten, ihr Projekt auch jetzt noch weiterführen zu dürfen. Und sie dürfen. „Das hier ist unsere kleine Arbeit. Wir können experimentieren, etwas aufbauen und selbst erleben, wie eine Firma funktioniert“, so Maria Torosyan.

Begleitet wird die Firma von Lehrer Andreas Leistner, der Biologie und Sport unterrichtet. Jeden Dienstagnachmittag trifft sich die Firma gemeinsam mit ihren „Praktikanten“ aus der 9. Klasse um aktuelle Aufträge oder bevorstehende Veranstaltungen zu besprechen. Tagtäglich wird aber auch in einer Whats-App-Gruppe geschrieben, wenn man sich nicht eh schon im Schulflur begegnet. „Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel eine Modenschau organisiert, auf der wir unsere Schul-Shirts präsentiert haben, oder für das Essen beim Weihnachtskonzert der Schule gesorgt“, erklärt Florian. Kimberly und Maria kümmern sich außerdem verstärkt um den Onlineshop, welcher über die Schul-Homepage zu erreichen ist und verschiedene T-Shirts, Jacken und Pullover mit dem Schul-Logo und anderen Motiven im Angebot hat. „Klassen-Shirts sind ein großes Thema, nicht nur im Abiturjahrgang. Wir verwalten die Bestellungen online und arbeiten mit einer Druckerei zusammen“, erklärt Kimberly. Um herauszufinden, welche Kleidungsstücke und Farben ihre Mitschüler am besten finden, hat die Schülerfirma auch eine Umfrage gestartet. „Schwarze Kapuzenpullover finden alle am besten“, fasst Maria zusammen. Auch für ihre Firma haben die Jungen und Mädchen eigene Pullover entworfen.

In diesem Jahr steht vor allem die Organisation eines Schulsommerfestes auf dem Programm. „Dafür haben wir auch schon einen Grill gekauft, den wir über unsere Einnahmen und eine Spende vom Schulförderverein finanzieren konnten“, erklärt Florian. Außerdem bearbeiten die Schüler aktuell noch einen Auftrag der Kita Brenz, die Gruppen-Shirts bestellt haben. „Vielleicht können wir die alle zusammen bei der Einweihung des neuen Gebäude überreichen“, so Kimberly. Die Schüler freuen sich über jeden Auftrag und das damit verbundene Vertrauen ihrer Kunden. „Dadurch macht es einfach noch mehr Spaß und wir merken, dass wir hier wirklich etwas leisten“, so Maria.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen