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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 06:51 Uhr

Dömitz : Zweiter Triumph Seiner Majestät

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Alexander Beyer aus Woosmer errang nach 2011 wieder Königswürde in Dömitz / Hans-Jürgen Behncke gelang einmaliger Volltreffer

von
erstellt am 11.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Die Majestät 2014 der Dömitzer Schützenzunft heißt Alexander Beyer, ist 26 Jahre alt, Single und wohnt in Woosmer. Bereits 2011 schoss er sich auf den Königsthron der Dömitzer Zunft. Dem selbstständigen Landschaftsgärtner gelang am Sonnabend auf dem Schießstand um 18.20 Uhr der goldene Treffer auf den in luftiger Höhe angeschlagenen hölzernen Wappenvogel. Genau genommen pulverisierte Beyer nur noch den letzten Hauch eines Holzstückchens. Zu seinen Adjutanten er-nannte die neue Majestät sofort nach dem entscheidenden Treffer Hans-Jürgen Behncke und Andy Seedorf aus der Schützengarde.

Insgesamt 29 Schützen und auch die mittlerweile Ex-Majestätin Katja Holtorff hatten den Adler zuvor gezielt Stück um Stück zerlegt. 210 Schüsse wurden auf den Wappenvogel abgegeben, allein 65 davon im Verlauf des entscheidenden Durchlaufs um die Königswürde.

Für diese Entscheidung waren nur noch wenige Anwärter nach Stunden langem Feuern gewillt, das alles entscheidende Stück Korpus mit dem Königschuss zu Boden stürzen zu lassen. Zu diesem harten Kern gehörten der Dömitzer Bürgermeister und neue Oberzunftmeister Helmut Bode, als einziger Schütze des Schwarzen Korps, dann die beiden Aeltermänner Karsten Linke und Ralf Opalka und Leutnant Hans-Jürgen Behncke. Dem gelang gleich zu Beginn des Königsschießen ein noch nie dagewesener Treffer: Mit einem Schuss löste der Dömitzer Kaufmann eine Kralle, den Königsapfel und das Zepter vom Zielvogel. Der Titel „der Vollstrecker“ machte den gesamten Nachmittag die Runde, was der Schütze aber auf die humorvolle Schulter nahm. Ihm trauten dann auch die meisten der gut 50 Zuschauer nach Stunden des Schießens zu, den königlichen Treffer zu landen. Doch es kam eben doch anders.

Und noch ein Novum wird in die Annalen der Dömitzer Zunft eingehen: Werner Schulz von der Schwarzen Garde wurde zum ersten Eichenlaubträger der Zunft ernannt. Er wirbelte nämlich als einziger Schütze mit einem seiner Treffer in den Kugelfangkorb ein vertrocknetes Eichenblatt auf, das dann zu Boden fiel. Und noch ein Schütze tat sich Sonnabend hervor. Gerhard Großmann schoss den für ihn insgesamt vierten Flügel vom Zielvogel ab. Zudem kappte diesmal auch noch er den Reichsapfel vom Holzvogel.

Die weiteren besten Schützen am Sonnabend: Den rechten Flügel traf Jens Köhler, den Stoß zerlegte Ingo Holtorff, Harald Strempel trennte die rechte Kralle ab, Lutz Lange holte die Adlerkrone runter und 2. Aeltermann Ralf Opalka schoss Kopf und Kragen des Adlers in Stücke.

Um den inneren Zusammenhalt der Zunft muss sich Major Olaf Schwenk, blickt man auf die letzten Jahre zurück, wohl keine sorgenvollen Gedanken machen. Vielmehr fehlt es der Zunft an Nachwuchs. Zum mittlerweile vierten Mal wurde Sonnabend der nun schon 15-jährige Nino Börst zum Kinderkönig ausgerufen. Ihm zur Seite steht der zum ersten Mal zum Bürgerkönig ernannte Andreas Herrmann aus Dömitz.

Gleichwohl ist derzeit wohl das Maximum an öffentlicher Wirkung mit dem Festumzug am Freitag zur Eröffnung auf dem Festungshof erreicht. Gemeinsam mit Abordnungen befreundeter Gilden und Vereine aus den Städten Ludwigslust, Lenzen und Dannenberg sowie aus Eldena, Karßen, Quickborn und Gülden marschierte ein langgestreckter Festzug zu den Klängen der Blaskapelle Kaarßen durch die Festungsstadt.

In diesem Schützenfestjahr wurde damit begonnen, die lokale Gastronomie mit ins Festgeschehen einzubinden, anstatt auf dem Schützenplatz in einem Festzelt zu feiern. Der gesellige Auftakt wurde am Freitag mit einem Ballabend in der Eventhalle der Hafengastronomie gefeiert. Die Proklamation und den öffentliche Schützenball feierten die Schützen Sonnabend ausgiebig im Elbcafé. Und der Ausklang der drei tollen Tage gelang zünftig im Schützenhaus mit Unterstützung der Gastronomie „Zur Torbrücke“.

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