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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 06:52 Uhr

Alt Jabel : Zwei Dörfer, ein Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Hohenwoos und Alt Jabel werden 725 Jahre alt. Die Auftaktveranstaltung zu den Feierlichkeiten gab Einblicke in Leben und Kultur der Dörfer.

svz.de von
erstellt am 08.Mai.2016 | 19:24 Uhr

Im Herzen der Griesen Gegend gelegen, umgeben von dichtem Nadelwald, ist Alt Jabel ein unmerklich gewachsener und bemerkenswerter Lebensort. Die Einwohner aus dem Dorf und ihre Nachbarn aus Hohenwoos eröffneten am Sonnabend mit einem Festgottesdienst die beiden Festtage aus Anlass des 725-jährigen Bestehens ihrer Orte. Die Dorfbewohner und Gäste der Auftaktveranstaltung erlebten eine Folge mehrerer Veranstaltungen, die mit einem Gottesdienst in der Michaeliskirche begann. Danach schlossen sich die Saisoneröffnung des „Lütt Museum“ und eine Kaffeetafel an. Später folgten das Konzert vom Musikhof Alt Jabel mit Lesungen von Anekdoten und überlieferten Lebensgeschichten in Mundart aus der Alt-Jabeler Gegend.

Zum Festgottesdienst begrüßte Pastor Christoph Tuttas einen besonderen Gast. Bischof Dr. Andreas von Maltzahn aus Schwerin hielt in der Michaeliskirche eine Predigt, die sich an Botschaften über gute Taten und an die Historie der seit dem 13. Jahrhundert bestehenden Pfarrei Alt Jabel anlehnte. Dass der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche ein Mann zum Anfassen ist, erlebten die Festbesucher immer wieder an der Kaffeetafel vor der Pfarrhofscheune. Seine offene Art stieß auf große Sympathien bei seinen Gesprächspartnern. „De passt gaud to uns“, befand Otto Brandt aus Tewswoos. Er ist Mitglied im Museumsbeirat.

Wer Interesse an der wechselhaften Geschichte von Alt Jabel, den kulturellen Entwicklungen in der Griesen Gegend vom 13. bis ins 21. Jahrhundert hat, dem bietet die Kirchengemeinde eine brandneue, 208 Seiten starke Broschüre an. Pastor Tuttas stellte diese Neuerscheinung zur Eröffnung der neuen Museumssaison vor. Die bebilderte und umfangreiche Schrift kann telefonisch unter 038759 / 234, 335560 oder 20452 bestellt werden.

Im „Lütt Museum“ finden die Besucher Kostbarkeiten, die von aufwendigen Leinentuchstickereien bis zu den Dokumenten der Loge No. 806 der „Tewswooser Good Templars“ um 1905 einmalige Einblicke in Leben und Kultur der Region geben. Zusätzlich sind zum Thema der Saison „Fern der Heimat – neue Heimat Mecklenburg“ detailverliebte Schnitzereien der Heimatkünstler Josef Illner und Kurt Breu zu sehen. Bereichert wird die Ausstellung außerdem durch Bilder der Malerin Renate Lomnitzky aus Tewswoos. Eines ihrer bemerkenswerten Bilder zeigt den Schweriner Dom als Spachtelarbeit mit Acrylfarben. Das „Lütt Museum“ bietet Heimatgeschichte zum Anfassen.

Zum Abschluss des ersten Jubiläumstages spielte das Ensemble des Musikhofs Alt Jabel Volkslieder. Ein musikalischer Vorgeschmack auf den 28. Mai. Denn an jenem Sonnabend soll der zweite Teil der 725-Jahr-Feier in Hohenwoos folgen.  


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