Bulli-Treffen Neustadt-Glewe : Zwei Brüder, eine Leidenschaft

Der Bulli verbindet: Christian (l.) und Michael Kuhl kamen mit ihren T2b beim Treffen in Neustadt-Glewe vorbei.
Der Bulli verbindet: Christian (l.) und Michael Kuhl kamen mit ihren T2b beim Treffen in Neustadt-Glewe vorbei.

Christian und Michael Kuhl kamen mit zwei VW T2b zum vierten Bulli-Treffen am Neustädter See

von
08. Juli 2018, 20:30 Uhr

Der hellblaue Bulli fällt gleich ins Auge. Nicht nur wegen der Farbe. „Es ist ein T2b, Baujahr 1977“, sagt Christian Kuhl. „Der ist noch luftgekühlt und mit Heckmotor.“ Obwohl es schon halb elf ist, ist der 30-Jährige gerade erst mit dem Frühstück fertig. Bei einem Bulli-Treffen lässt man es ruhig angehen. Auch oder erst recht, wenn es am Barracuda Beach stattfindet.

Christian Kuhl war schon als Jugendlicher mit dem Bulli-Fieber infiziert worden. „Mein Bruder, der mit Käfer angefangen hatte und dann auf Bulli umstieg, hat mich öfter auf Treffen mitgenommen“, erzählt der junge Mann aus Rhede an der Ems. „Zum 18. Geburtstag habe ich dann meinen Bulli bekommen.“ Von den Eltern. „Das hat einige Überzeugungskraft erfordert“, ergänzt Bruder Michael. „Sie meinten, dass ein 18-Jähriger ein vernünftiges Auto brauche…“

Christian Kuhl findet seinen T2b, der bei Siemens als Kundendienst-Fahrzeug lief, sehr vernünftig. „Er ist praktisch und cool“, sagt er. „Weil man so um die 90 Stundenkilometer fährt, ist die Fahrt sehr entspannend.“ Und hinten ist Platz für ein Bett. „Wenn man auf Tour geht, kann man alles mitnehmen und kann im Bus auch noch pennen.“ In der Heimat haben sie eine Gruppe Gleichgesinnter. „Man trifft sich, man fährt zusammen, man hat Spaß“, sagt Michael Kuhl. „Jeder hat doch ein Hobby. Wir haben Bulli und Käfer.“ Sein hellgrüner T2b ist auch ein besonderer. „Es ist ein Pritschenwagen mit Doppelkabine, so dass sechs Leute mitfahren können“, erzählt der 44-Jährige. Und auf der Ladefläche ist Platz fürs Gepäck.

Zum vierten Mal hatte der Barracuda Beach zum Bulli-Treffen gerufen. „Wir haben rund 750 Bullis auf dem Platz, mehr geht nicht“, sagt Event-Manager Maik Schröder. Er hatte das Treffen einst initiiert. „Mein Chef hat auch einen Bulli und ist bei Treffen dabei. Und hier auf dem Beach haben wir für so etwas das perfekte Areal.“ Mit Händlermeile, Schraubercontest, Zylinderkopf-Stemmen, Kinderland und Konzert hatte er ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Nur ein Programmpunkt musste diesmal ausfallen: die Ausfahrt vor das Ludwigsluster Schloss. „Wir konnten nicht noch die letzte Straße mit unseren Fahrzeugen blockieren, mit denen wir im Konvoi ja nur 30 fahren“, betonte Maik Schröder mit Blick auf die umfangreichen Straßensperrungen wegen des Waldbrandes bei Groß Laasch.

Die Teilnehmer des Bulli-Treffens kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus Schweden, Österreich oder Frankreich. „Manche sind schon am Mittwoch angereist, einige bleiben bis Montag“, so Maik Schröder. Auch Christian und Michael Kuhl sind schon seit gut einer Woche unterwegs. Erst standen sie in Neustadt in Holstein, am Wochenende in Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen