Neustadt-Glewe : Zwangspause in schöner Region

Das Schiff „Chevignon' von Manfred Sinkovic auf dem Weg nach Neustadt-Glewe in der Schleuse Malliß an der Müritz-Elde-Wasserstrasse. Gattin Marie-Luise sichert die Anlegeleine. Wenig später war in Neustadt-Glewe für drei Tage Zwangspause. Fotos: privat
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Das Schiff „Chevignon" von Manfred Sinkovic auf dem Weg nach Neustadt-Glewe in der Schleuse Malliß an der Müritz-Elde-Wasserstrasse. Gattin Marie-Luise sichert die Anlegeleine. Wenig später war in Neustadt-Glewe für drei Tage Zwangspause. Fotos: privat

Dieselspur auf Müritz-Elde-Wasserstraße nahe Neuhof legte Bootsverkehr bis Montagmorgen lahm

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06. Juni 2016, 21:00 Uhr

Eine wunderschöne Landschaft, sommerliches Wetter und ein Fest sozusagen direkt vor der Haustür – Manfred Sinkovic und seine Gattin Marie-Luise haben ein erlebnisreiches Wochenende in Neustadt-Glewe verbracht, allerdings etwas länger, als geplant. Denn die Dortmunder lagen mit ihrem Boot „Chevignon“ im Neustädter Hafen fest.

Grund für den ungeplanten Drei-Tage-Halt am Rande der Lewitz: Auf der Müritz-Elde-Wasserstraße wurde am Freitag eine Verschmutzung festgestellt. Ein Beamter der Wasserschutzpolizei-Inspektion Schwerin am gestrigen Montag: „Es handelte sich um eine etwa zweieinhalb Kilometer lange Dieselspur oberhalb Neustadt-Glewes. Die Ursache der Gewässerverunreinigung ist noch unbekannt.“

Laut Polizei wurden Ölsperren gelegt und die Wasserstraße gesperrt, damit die Arbeiten zur Beseitigung der Verschmutzung ungestört durchgeführt werden konnten. Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow: „Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, darunter zuerst die Neuhofer, die sich in nächster Nähe der Wasserstraße befindet.“

Auch die Schleuse in Neustadt-Glewe war von der Sperrung betroffen. Und so „saß“ plötzlich auch Manfred Sinkovic aus Dortmund samt Ehefrau und seinem 12-Meter-Kajütboot im Hafen fest. „Wir waren auf dem Weg nach Schwerin, wo wir uns immer wieder wohlfühlen. Diesmal allerdings blieben wir in Neustadt-Glewe zunächst hängen’“, sagte Manfred Sinkovic und meinte mit einem Schmunzeln weiter: „Wir waren zwar nicht auf dem Burgfest in Neustadt-Glewe, aber von der Stimmung und der Musik haben wir trotzdem viel mitbekommen.“

Rund zehn Boote lagen am Wochenende im Neustädter Hafen fest, schätzt der Dortmunder. „Auch außerhalb des Hafens, auf der anderen Schleusenseite, lagen zwei Boote. Da hatten wir es im Hafen wesentlich besser getroffen“, so Manfred Sinkovic, der sich eine bessere Information vor Ort gewünscht hätte, warum es nicht weiter ging. „Trotz allem lieben wir die Gegend. Es gibt so viele Möglichkeiten, die Region zu erkunden, deshalb haben wir auch unsere Elektrofahrräder immer dabei.“

Manfred Sinkovic stach dann am Montagmorgen gegen 10 Uhr wieder „in See“, sprich in die Müritz-Elde-Wasserstraße – eine halbe Stunde, nachdem die ersten Boote den Hafen wieder verlassen konnten. „Wir sind jetzt auf dem Weg nach Schwerin“, berichtete er unserer Redaktion gegen Mittag per Handy.

Zu denen, die am Wochenende im Hafen Neustadt-Glewes festsaßen, gehört auch ein Schweriner Pärchen, dass sein Kajütboot allerdings zurücklassen musste. „Wir mussten am Montag wieder arbeiten und konnten leider nicht warten. Bekannte haben uns mit dem Auto abgeholt und nach Hause gebracht. Nun werden wir so schnell wie möglich wieder nach Neustadt-Glewe kommen und dann hoffentlich problemlos nach Hause schippern“, sagt der Schweriner.

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