Ludwigslust : Zur A 14 lieber geradeaus

Weder links noch rechts, sondern geradeaus über die Kreisstraße Richtung Groß Laasch - mit dieser Verkehrsführung zur neuen Autobahn würden Wöbbelin und Ludwigslust entlastet.
Weder links noch rechts, sondern geradeaus über die Kreisstraße Richtung Groß Laasch - mit dieser Verkehrsführung zur neuen Autobahn würden Wöbbelin und Ludwigslust entlastet.

Ärger über Verkehrsführung an Weselsdorfer Kreuzung beschäftigt jetzt auch Stadtvertreter und Bürgermeister

svz.de von
09. Juni 2016, 17:54 Uhr

In die Diskussion über die Verkehrsführung zur A 14 auf der ehemaligen B 106 kommt Bewegung. Nachdem die Bürgerinitiative „Tempo 30 beruhigt“ am Aktionstag gegen den Lärm erstmals auf die „unglückliche Beschilderung“ an der Weselsdorfer Kreuzung aufmerksam machte (SVZ berichtete), beschäftigen sich nun auch die Stadtvertreter damit. Die Fraktion „Die Linke“ fordert den Bürgermeister auf, schnell dafür zu sorgen, dass der Durchgangsverkehr aus Richtung Schwerin zur A 14 umgeleitet wird. Statt durch die Stadt sollen die Laster an der Weselsdorfer Kreuzung in Richtung Groß Laasch zur A 14 fahren. „Das würde erheblich dafür sorgen, dass die Anwohner in der Wöbbeliner und in der Neustädter Straße entlastet werden“, sagt Werner Oeding von der BI „Tempo 30“. Bärbel Siefert erlebt den zunehmenden Lärm vor ihrer Haustür in der Neustädter Straße tagtäglich. Dass mit der Freigabe der A 14 auch der Verkehr in ihrer Straße zunimmt, sei vorauszusehen gewesen, sagt sie. Jedoch nicht das Ausmaß, das sie nun erleben müsse. „Punkt fünf Uhr ist es mit dem Schlaf vorbei“, sagt sie. „Da donnern die ersten Autos hier entlang. So gut wie keiner hält sich an Tempo 50. Viele denken wohl, sie befinden sich schon auf der Autobahn.“

Ihren Wunsch nach einem Blitzer kann auch Bürgermeister Reinhard Mach gut verstehen. „Nicht umsonst bauen wir hier in beiden Richtungen regelmäßig unsere Tafeln für die Geschwindigkeitsanzeigen auf.“ Was die Belastung durch den Lkw-Verkehr in der Stadt betrifft, ist Reinhard Mach ganz auf der Seite der Bürgerinitiative. „Mich ärgert zum Beispiel auch jeder Lkw, der Ludwigslust nicht als Ziel hat und trotzdem zwischen Amtsgericht und Ortsausgang Schwerin unterwegs ist.“ Mach beabsichtigt, bei der Unteren Verkehrsbehörde des Landkreises ein Durchfahrtsverbot für alle Lkw zu beantragen, die Ludwigslust nicht als Ziel- oder Startpunkt haben.

Generell aber sei der Durchgangsverkehr in Ludwigslust nach Freigabe der A 14 zurückgegangen, meint Werner Oeding. „Besonders vor den Wochenenden und an Feiertagen bleiben die langen Konvois aus. Wer aus Richtung Süden kommt und an die Ostsee will, nimmt die Autobahn.“

Den Auftrag der Stadtvertreter, bei den Behörden die Beschilderung an der Weselsdorfer Kreuzung prüfen zu lassen, nimmt Mach ernst. „Eine Änderung wäre vernünftig, weil sie die Menschen schont.“ Bleibt abzuwarten, ob sie so schnell umsetzbar ist, wie es sich Stadtvertreter und Anwohner wünschen. Denn mit einer geänderten Verkehrsführung würde sich auch der Baulastträger ändern, weil die Laster von der Landesstraße auf ein kurzes Stück der Kreisstraße K 38 wechseln.

Das entlastet nicht nur Anwohner in Wöbbelin, Dreenkrögen und Ludwigslust, sondern macht den Weg für die Fahrer zur A 14 auch ein Stück kürzer.

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