Malliß : Zum Tröpfchen kommt der Stollen

Bergdirektor Thomas Triller (in Bergmannskluft) dankte den einstigen Bergleuten aus Malliß und der Umgebung für die seit zwei Jahrzehnten anhaltende Traditionspflege.
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Bergdirektor Thomas Triller (in Bergmannskluft) dankte den einstigen Bergleuten aus Malliß und der Umgebung für die seit zwei Jahrzehnten anhaltende Traditionspflege.

20. Bergmanntreffen fand statt / Bergdirektor Thomas Triller dankte ehemaligen Kumpels für Traditionspflege

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08. Juli 2014, 19:30 Uhr

Arbeit unter Tage ist schwer, schmutzig und nicht ohne besondere Gefahren. Das war auch bis 1966 so, als der Mallisser Wolfgang Hahn als Bergmann in der Mallisser Unterwelt Braunkohle und Salzvorkommen zu Tage förderte. Dieser Tage traf der Mitbegründer des Mallisser Bergmanntreffens zum 20. Mal viele seiner ehemaligen Kumpel und deren Familienangehörige bei der besonderen Feier auf dem Gelände des Campingplatzes wieder. Es blieb beim geselligen Beisammensein. Eine Führung in den Marienstollen fiel aufgrund der belastenden hochsommerlichen Temperaturen aus.

Eigens für diese Feier war auch Bergdirektor Thomas Triller aus Stralsund angereist. Bei 30 Grad Celsius im Schatten richtete er in der Traditionskluft der Bergmänner seine Grußworte an die einst in den Stollen rackernde Männergemeinschaft. Er dankte herzlich für die zwei Jahrzehnte wehrende Traditionspflege und den Zusammenhalt im Sinne der Zunft. Dafür gab es spontanen Applaus von den ehemaligen Bergleuten.

Dem Bergamt in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen aktuell 18 Mitarbeitern obliegt immer noch die Verantwortung für die Stollen des Altbergbaus für Braunkohle, Kali und Ton in und bei Malliß, wie der Bergdirektor informierte. „Wir sind immer noch zuständig für die Sicherheit, und das Bergamt unterstützt auch weiterhin finanziell diese wertvolle Traditionspflege. Aus diesem Grunde bin ich heute gern persönlich gekommen“, grüßte der Leitende Beamte.

Bürgermeister Volker Sielaff und seine Stellvertreterin Caroline Borchers hörten solche Worte gern. Doch sie wissen auch die Finanzhilfe zweckgebunden einzusetzen. Unter anderem wird damit die Arbeit der „Mallisser Chroniker“ unterstützt.

Besondere Beachtung fand die Präsentation der Bergmannsarbeit im Verlauf der Industrietage in der Metropolregion Hamburg, tat Bürgermeister Sielaff kund. Die Außenwirkung blieb nicht aus. Fernsehteams stellten sich zu den Tagen der Industriekultur und für einen Beitrag für die Sendung „Landpartie“ in Malliß ein, vervollständigte Borchers die Aktivitäten übers Jahr.

Zum „Mallisser Bergmannströpfchen“ hat sich eine zweite Köstlichkeit gesellt, pries Borchers den neu kreierten „Marienstollen“ an. Kein Stollengebäck im eigentlichen Sinne, jedoch ein ebenso leckeres Backwerk, in dem dunkelbraune Schokoladenbrocken als „Braunkohle“ eingebettet sind. Und frisch erschienen ist auch das Buch „Die Saline Conow – Siedesalzgewinnung in Südwestmecklenburg“. Stollen und Buch können telefonisch bei Caroline Borchers unter 038750 / 2 12 29 bestellt werden.


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