Vielanker Brauhaus und Dömitzer Hafengastronomie verkauft : Zukunft mit Fassbrause und Wellness

<strong>Verkauft:</strong> Per Handschlag übernahm Catering-Unternehmer Andreas Hüttmann (rechts) aus Hannover von Hagen-Generalmanager Rüdiger Spur das Vielanker Brauhaus und die Dömitzer Hafengastronomie. <fotos>Harald Schulz</fotos>
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Verkauft: Per Handschlag übernahm Catering-Unternehmer Andreas Hüttmann (rechts) aus Hannover von Hagen-Generalmanager Rüdiger Spur das Vielanker Brauhaus und die Dömitzer Hafengastronomie. Harald Schulz

svz.de von
03. Januar 2013, 06:05 Uhr

Vielank/Dömitz | Das Vielanker Brauhaus und die Dömitzer Hafengastronomie sind verkauft. Neuer Besitzer der beiden eigenständigen Unternehmen ist der Hannoveraner Andreas Hüttmann. Der 45-jährige Kaufmann und Inhaber des Catering-Unternehmens "Der Party Löwe" einigte sich mit dem bisherigen Eigentümer, dem Düsseldorfer Unternehmer Kai Hagen, auf einen nicht bezifferten Kaufpreis. Das dritte Standbein Hagens in der Griesen Gegend, das Dömitzer Kaufhaus, bleibt in seinem Besitz. Alle dort angesiedelten gewerblichen Mietparteien werden ihre Geschäfte weiter fortführen können.

Die Zukunft von Brauhaus und Hafengastronomie steht für Hüttmann ganz im Zeichen von Wachstum, wie der Chef von 65 fest angestellten Bediensteten und 200 kurzfristig abrufbaren Kräften gestern im Gespräch mit der SVZ informierte. Und auch den 100 Mitarbeitern in Vielank und Dömitz sicherte Hüttmann ihren bestehenden Arbeitsplatz weiterhin zu. Insgesamt will Hüttmann Kapital im zweistelligen Millionenbereich investieren.

Anspruchsvollstes Ziel ist die Verdoppelung der Braumenge in den kommenden drei Jahren im Vielanker Brauhaus. "Die bisherige erfreuliche Steigerung, insbesondere für die Fassbrause, muss optimiert werden. Fassbrause ist die Zukunft. Aber auch der Whiskey ist ein Superprodukt." Verstärkt sollen auch die Vertriebsaktivitäten für die Getränke ausgeweitet werden. Nach seinen Vorstellungen ist das Ende der Wertschöpfungskette für Dömitz und Vielank nicht erreicht. Vielmehr schwebt dem Niedersachsen vor, das Firmenkonzept "Party Löwe" mit beiden neuen Unternehmen zu verknüpfen. Dadurch sollen die wirtschaftlichen Möglichkeiten nicht nur im bisherigen Geschäftsbereich in Mecklenburg intensiviert, sondern darüber hinaus auf das Städtedreieck Hamburg, Berlin und Hannover erweitert werden. Hohe Zielvorgaben des neuen Eigentümers, der mit seinem Catering-Unternehmen seit 16 Jahren vom Stammsitz auf dem Messegelände der niedersächsischen Landeshauptstadt eines der mittlerweile bundesweit führenden Serviceunternehmen steuert. Unternehmen wie Daimler Chrysler, die Deutsche Telekom, Thyssen Krupp, die TUI oder auch EADS und Airbus S.A.S. verlassen sich immer wieder auf den Hüttmann-Service.

Als kurzfristig erreichbares Ziel für die Dömitzer Hafengastronomie möchte Hüttmann die Verlängerung der Verweil- wie Übernachtungszeiten erreichen. Dazu soll das aus Panorama-Café, Fischrestaurant, Eventhalle und Strandbar bestehende Haus um einen Wellness- und Spa-Bereich erweitert werden. Der neue Chef möchte die Angestellten an den beiden für ihn neuen Standorten motivieren, den Service zu verbessern und flexibel auf die gastronomischen und wirtschaftlichen Anforderungen zu reagieren, was in der vergangenen Zeit nicht durchgängig zu beobachten gewesen wäre.

Der Anreiz für den Kauf beider Unternehmen, so der gelernte Koch, habe sich bereits seit einem halben Jahr gefestigt. Bekannte hätten ihn ermuntert, das beschauliche Dömitz zu besuchen. Nachdem Hüttmann von der Verkaufsabsicht erfahren hatte, intensivierte er die Besuche, um sich einen Überblick von Service, Angeboten und Möglichkeiten zu verschaffen. "Als das Bauchgefühl bei mir stimmte, habe ich die Wirtschaftlichkeit der Betriebe ausgelotet. Alles passte", erklärt Hüttmann.

Kai Hagen als ehemaliger Eigentümer freut sich über den Verlauf. "Die beiden Unternehmen liegen weiterhin in professionellen Händen. Das Finanzamt hat mir die Entscheidung zum Verkauf etwas leichter gemacht", hieß es von ihm gestern. Hintergrund ist eine Millionen Euro schwere Forderung des Finanzamtes Hagenow, die auch nach Gesprächen zwischen den Parteien nicht geregelt werden konnten.

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