Dömitz : Zu Gast beim „Großen Mausohr“

Die Ranger teilten den Besuchern viel Wissenswertes zu den Fledermausarten, die in den Gewölben der Dömitzer Festung ihren Lebensraum finden, mit.  Fotos: harald Schulz
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Die Ranger teilten den Besuchern viel Wissenswertes zu den Fledermausarten, die in den Gewölben der Dömitzer Festung ihren Lebensraum finden, mit. Fotos: harald Schulz

Biosphärenreservatsamt bot auf der Dömitzer Festung großes Programm zur Aktion „Europäische Nacht der Fledermäuse“

svz.de von
25. September 2017, 12:00 Uhr

„Fledermauszeit“ am Freitagabend auf der Festung in Dömitz. Die Mitarbeiter des Bioshpärenreservats Flusslandschaft Elbe-Mecklenburg-Vorpommern boten ein umfangreiches Programm an. Die Besucher-Resonanz für die vierstündige „BAT-Night“ war nicht so groß, wie in den Jahren zuvor. Doch die Gäste, die sich im Verlauf der „Europäischen Nacht der Fledermäuse“ in Dömitz informierten und neugierig auf das Leben dieser streng geschützten fliegenden Säugetiere waren, erlebten interessante Stunden in Praxis und Theorie.

Die Festung Dömitz und der Lebensraum Flusslandschaft Elbe stellt für die oft nur wenige Zentimeter großen Säuger im wahrsten Sinne des Wortes einen besonders geschützten Überlebensraum dar. Die Bauwerke der Festung liegen im sogenannten FFH-Gebiet (Flora, Fauna und Habitat-Raum), bieten Orte, wo die Tiere sich tagsüber zurückziehen und Ruhe finden.

Auch finden das Große Mausohr (Myotis myotis) und weitere sieben Arten der Gattung Fledertiere (Chiroptera) in den Kasematten ideale Voraussetzungen für ihr Winterquartier. Fledermaus-Untersuchungen in den Gewölben der Festung haben ergeben, so die Dezernentin Ulrike Müller vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe, dass etwa 200 Fledermäuse dort überwintern.

Auf Entdeckertour in der Kasematte „Drache“ machte sich dann Ranger Bernd Niebelschütz mit einer etwa 25-köpfigen Gruppe von Erwachsenen und Kindern auf. In der für Besucher freigegebenen Kasematte, aber auch in weiteren Gebäuden der Festungsanlage, befinden sich mehrere Lebensräume, die von Fledermäusen in Beschlag genommen wurden.

Die ersten Lebewesen, die der Besuchergruppe auf dem Weg zum Schlaf- und Winterquartier begegneten, waren Schwärme von Mücken, die eben auch die sonst dunklen Räume als Lebensraum nutzen. Wenn diese Insekten auch für Menschen als unangenehme Plagegeister gelten, so wissen Fledermäuse sie als Nahrungsquelle zu nutzen, war von den Rangern zu erfahren.

Auf dem Festungshof am und im Gebäude des Dömitzer Informationszentrums des Biosphärenreservats, dem historischen Zeughaus, boten die Mitarbeiter Eckhard Lux, Wilfried Jungbluth, Ingo Valentin, Renate Colell Hendrik Pommeranz und Bernd Niebelschütz an diesem Abend zig Informationen in Gesprächen, als Lesung, Vortrag oder als Anschauungsmaterial an. Besonderes Interesse, insbesondere bei den Kindern, löste immer wieder das Angebot aus, einen Fledermauskasten aus Douglasienholzplatten selbst zusammenzubauen.




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