Ludwigslust : Zitronen statt Drogen

Zitronen riefen in Ludwigslust die Polizei auf den Plan.
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Zitronen riefen in Ludwigslust die Polizei auf den Plan.

Ludwigsluster vermuten ein Drogenlabor in der Nachbarswohnung. Polizei findet jedoch nur Saures.

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07. März 2016, 21:00 Uhr

Die Nachbarn dachten, nebenan sei ein Drogenlabor. Und alarmierten die Polizei.  Doch  was die Beamten dann vorfanden, ließ sie    eher schmunzeln.

Ein Wohnhaus auf der Klenower Straße in Ludwigslust: Anwohner und Nachbarn wunderten sich seit einiger Zeit, dass in einer Wohnung  Tag und Nacht Licht brennt.   Offenbar leuchtete dort nicht nur eine Lampe, sondern es sah schon eher nach einer ganzen Batterie Scheinwerfer aus.

Deshalb rückte nun die Polizei an. Sprecher Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion (PI) Ludwigslust: „Die Information über helles Licht in der Wohnung  bestätigte sich schon von der Straße aus.  Der Bewohner öffnete dann bereitwillig die Wohnungstür und ließ  unsere Beamten hinein.“

Bei der Überprüfung stellte sich dann heraus, dass der Mann in seiner Wohnung  keinesfalls  eine illegale  Drogenplantage unterhält.  „Es handelt  sich um eine kleine Aufzucht für Südfrüchte, die der Mieter in seiner Wohnung betreibt“, so Polizeisprecher Klaus Wiechmann.   Der Anbau  von Südfrüchten  sei sein Hobby, sagte der 30-Jährige den Polizisten.

Wovon die sich überzeugen konnten. Tatsächlich baut der Mann unter anderem Bananen, Feigen und Zitronen in verschiedenen Töpfen an. Die Sache mit dem grellen Licht klärte sich auch schnell auf. Damit sich die Pflanzen und Früchte  in diesen Breiten überhaupt entwickeln können, ist unter anderem eine intensive  Beleuchtung notwendig.  Deshalb hatte der Mieter mehrere Strahler in Betrieb genommen.

Das wiederum hatte bei einigen Anwohnern den Eindruck erweckt, dass der Mann womöglich illegale Drogen anbauen könne.

Der Züchter selbst hat den Besuch der Polizei offenbar eher mit Erleichterung als mit  Bestürzung aufgenommen. Denn  er  hatte  in der Vergangenheit durchaus mitbekommen, dass in seiner Umgebung   unter  vorgehaltener Hand getuschelt wurde, er würde Drogen anbauen. „Der Mann war  erleichtert,  dass die Polizei jetzt offiziell festgestellt hat, dass dem nicht so  ist und er sich lediglich mit dem Anbau von Südfrüchten befasst“, sagt Polizeisprecher Klaus Wiechmann.

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