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Ludwigsluster Tageblatt

17. Oktober 2017 | 06:13 Uhr

Grabow : „Zeitzeugnisse“ als Blickfang

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Über Pfingsten zu „Kunst offen“ ist im Heimatmuseum Grabow eine Sonderausstellung mit Arbeiten von Wilfried Frurieb zu sehen

von
erstellt am 06.Jun.2014 | 11:51 Uhr

Vorsichtig nimmt Wilfried Frurieb ein Ausstellungsstück in die Hand. Er platziert es an einer Wand im oberen Geschoss des Heimatmuseums Grabow. Insgesamt 23 Grafiken und Fotografien sind hier in einer Sonderausstellung im Rahmen der Aktion „Kunst offen“ 2014 den ganzen Sommer über zu sehen. Die Öffnungszeiten zu Pfingsten: Sonntag, 8. Juni, und Montag, 9. Juni, jeweils 13 bis 17 Uhr.

Eckgrundstücke am Hafen, Grüner Steig - Blick zum Steindamm, die Rosestraße mit dem Parkplatz - all das hat sich verändert und ist heute im Vergleich zu früher nicht mehr wiederzuerkennen. „Es handelt sich bei den hier ausgestellten Arbeiten um Federzeichnungen und Aquarelle“, so Wilfried Frurieb, der gestern mit Museumsmitarbeiterin Hannelore Huth in Vorbereitung der neuen Sonderausstellung letzte Hand anlegte. „Da wir hier im Museum schon lange keine Ausstellung mehr mit Arbeiten von Wilfried Frurieb hatten, lag es nahe, jetzt wieder einmal und dazu passend zu Kunst offen, etwas Neues zu präsentieren“, freute sich Hannelore Huth, die trotz des angesagten heißen Sommerwetters dennoch auf viele Besucher über die Pfingstfeiertage hofft. Der Titel der Exposition lautet „Zeitzeugnisse“, im Grabower Amtsblatt wurden in der Zeit von 1996 bis 2004 mehr als 200 Grafiken von Wilfried Frurieb veröffentlicht. Alles Arbeiten, die Ansichten der Stadt Grabow darstellten. Jetzt, im Jahre 2014 durchgesehen, eröffnen sie als Zeitzeugnisse interessante Einblicke. Vom gleichen Standpunkt aus gesehen, werden die Grafiken in diesem Jahr entstandenen Fotos gegenübergestellt. So wird der Betrachter zum Werturteiler der jüngsten Stadtentwicklung. Manch einen wundert es bestimmt, wie schnell neu Entstandenes Vergangenes vergessen lässt. „Zeitzeugnissen“ ist es eigen, diese Erinnerungslücken zu schließen.

Wilfried Frurieb, 1943 in Grabow geboren, ist in der Schlossbahn 2 in Grabow zu Hause. Die Anregung zur Malerei erhielt er im Elternhaus von Vater Wilhelm Frurieb, eine autodidaktische künstlerische Ausbildung parallel zur technischen Berufsqualifikation ging damit einher. Seine beruflichen Ausbildungsetappen waren Technischer Zeichner (1962), Ingenieur (1965) und Diplomingenieur (1975).

Eine intensive künstlerische Weiterbildung in den Fördergruppen Malerei und Grafik des Bezirkes Schwerin in den 80-er Jahren durch die Mitglieder des Verbandes Bildender Künstler der DDR Inge Wolfram, Helmut Martensen und Willy Günther prägten seinen weiteren Weg. Wilfried Frurieb war an diversen Ausstellungen im Kreis Ludwigslust, in Schwerin und Berlin in den 80-er Jahren beteiligt. Eine Ausstellung im dänischen Albertslund (1991) sowie Kleinausstellungen in Naumburg (1996), Lauenburg und Schwerin (1998), Parchim (1999), Grabow (1999, 2000, 2002) sind wichtige Bestandteile seiner künstlerischen Arbeit der letzten Jahrzehnte.

 

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