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Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin : Workcampteilnehmer besuchen Synagoge

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Junge Menschen aus zehn Nationen nehmen am 22. Internationalen Workcamp des Vereins „Service Civil International“ in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin teil. Bis Sonntag setzen sich die Jugendlichen mit dem Nationalsozialismus und der Judenverfolgung auseinander. Dazu gehörte der Besuch in der Schweriner Synagoge und im Landtag.

Janina Kirchner, Mitglied der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde, berichtete den Workcampteilnehmern von der Zerstörung der Synagoge in der Kristallnacht 1938 und dem Bau des neuen Gebäudes im Jahr 2008. Das neue Gebetshaus entstand an historischer Stätte. In der Synagoge wird die Tora verwahrt. „Die Tora ist etwa 200 Jahre alt. Sie wurde handschriftlich mit spezieller Tinte in hebräischer Sprache verfasst“, so Wladimir Jankelewitsch von der Jüdischen Gemeinde. Interessiert folgten die Jugendlichen aus Japan, China, Taiwan, Albanien, Spanien, Tschechien, Russland, der Ukraine und Deutschland seinen Erklärungen zur jüdischen Religion. Die meisten Jugendlichen waren zum ersten Mal in einer Synagoge.

Eine Gesprächsrunde mit Jacqueline Bernhardt, Landtagsabgeordnete der Linken, schloss sich an. Die Abgeordnete stellte ihre Arbeit vor. Es ginge nicht nur um die Unterstützung der Gedenkstätten, sondern auch um den aktiven Kampf gegen den Rechtsextremismus, betonte sie.

Es folgte eine Diskussion über das Wahlrecht ab 16 Jahren. Dabei zeigte sich, dass in einigen asiatischen Ländern Jugendliche sogar erst mit 20 Jahren wählen dürfen. Die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer sprach sich für ein Wahlrecht ab 18 Jahren aus.


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