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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 05:54 Uhr

Wöbbelin : Workcamp 2016 ist Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Jugendliche aus fünf Nationen beschäftigten sich mit der Historie des KZ Wöbbelin und der Gegenwart des Rechtsextremismus

von
erstellt am 07.Sep.2016 | 17:41 Uhr

Das 24. Internationale Workcamp in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin ist Geschichte. 13 Jugendliche aus Russland, den USA, Italien, Spanien und Deutschland haben in der ersten Woche den Gedenkplatz am ehemaligen Lagergelände des KZ Wöbbelin gesäubert. Sie verbreiterten den Rundweg durch das Gelände, der teilweise zugewachsen war. „Wir planen diesen ehrenamtlichen Einsatz schon immer ein, weil der Pflegeaufwand der Gedenkstätten hoch ist. Außerdem ist es eine Verbeugung von den Opfern und es heißt ja auch Workcamp. Die Jugendlichen kommen auch, um Gedenkstätten zu pflegen“, sagt Ramona Ramsenthaler, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin.

Darüber hinaus erarbeitete die Künstlerin Daniela Melzig mit den Teilnehmern eine Grafik-Multimedia-Ausstellung. Zuerst wurden die neu gestalteten Gedenkstätten im Landkreis fotografiert, anschließend bearbeitet, mit historischen Fotos in Beziehung gesetzt und abschließend in einer Ausstellung präsentiert.

Eine zweite Gruppe baute mit dem Bauingenieur Hubert Dierkes die zerstörten oder beschädigten Klinkerfiguren „Hunger“, „Trost“, „Tod“, „Ankunft“ und „Hoffnung“ wieder auf.

Daneben interessierte die Jugendlichen, wie in Deutschland mit Rechtsextremismus umgegangen wird. Das spielte beim Besuch im Landtag eine Rolle (Gespräch mit Satire-Storch Heinar sowie Julian Barlen, SPD) und auch in der Gesprächsrunde mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) im Wöbbeliner Museum.

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