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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 05:44 Uhr

Wohnhaus ging in Flammen auf

vom

svz.de von
erstellt am 24.Aug.2012 | 06:24 Uhr

Ludwigslust | Eigentlich schläft der Mensch zu dieser Stunde tief und fest. Glücklicherweise wurde die 73-jährige Bewohnerin eines Hauses in Ludwigslust "Am Brink" in der Nacht zu Freitag aber auf den typischen Brandgeruch aufmerksam. Wenige Minuten später musste sie ihr nacktes Leben retten: Der Dachstuhl stand in Flammen, das Feuer weitete sich rasend schnell aus. Der allein in dem Haus lebenden Rentnerin gelang es dennoch die Feuerwehr zu alarmieren. Dann brachte sie sich in Sicherheit. Sie musste allerdings mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus transportiert werden. Das Wohnhaus wurde komplett vernichtet. Die Ermittlungen zur Brandursache durch die Kripo der Polizeiinspektion Ludwigslust dauerten gestern noch an. Ersten Annahmen zu Folge könnte der Brand im Dachgeschoss seinen unheilvollen Anfang genommen haben. Der Schaden an dem Gebäude wird auf 100 000 Euro beziffert.

Die Nacht wurde rund um das brennende Haus zum heller lichten Tag. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Ludwigslust und Techentin schafften es in der engen Straße umgehend, das Drehleiterfahrzeug und die weitere Löschtechnik nutzbringend aufzustellen. Unter Atemschutz und mit ganzer Kraft bekämpften insgesamt 27 Feuerwehrkameraden die meterhohe Flammenfront, die im Wohnhaus wütete. Verzweifelt versuchte ein Anwohner vom Nachbargebäude nur mit dem Wasser aus seinem Gartenschlauch ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Was er im Kleinen versuchte, dass gelang der Feuerwehr: Die Nachbargebäude blieben dank ihnen unversehrt.

Die Ermittler der Kripo erschienen bereits kurz nach Beginn der Löscharbeiten und führten erste kriminaltechnische Maßnahmen durch. Die werden sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da so genannte Brandnester und Überbleibsel noch glühend heiß unter der verkohlten Kruste sind. Die Beamten gehen, durch erste Zeugenhinweisen gestützt, davon aus, dass das Feuer im Dachgeschoss ausgebrochen sein könnte. Der Brand wurde gegen 2.20 Uhr durch die Hausbewohnerin bemerkt, die daraufhin die Rettungskräfte alarmierte. Gut eine Stunde nach Beginn der Löscharbeiten hatten die beiden am Brandort eingesetzten Feuerwehren den Brand unter Kontrolle. Allerdings wurde das betreffende Wohnhaus durch den Brand erheblich beschädigt und ist gegenwärtig komplett nicht bewohnbar.

Das ganze Ausmaß des Brandes war dann gestern Früh zu erkennen. Feuerwehrkameraden mussten von der Drehleiter aus immer wieder Glutnester mit gezielten Wasserstrahl löschen. An ein Betreten der Brandruine war nicht zu denken. Um die vor dem Nichts stehende Hausbewohnerin zu unterstützen, haben Nachbarn spontan ihre Hilfe angeboten.

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