Neustadt-Glewe : Wohnen in bester Seelage

Wohnen direkt am Neustädter See: Wenn die Pläne durch die Stadtvertretung gehen, dann könnte dieser Ausblick bald Wirklichkeit werden.
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Wohnen direkt am Neustädter See: Wenn die Pläne durch die Stadtvertretung gehen, dann könnte dieser Ausblick bald Wirklichkeit werden.

Ehemaliges Lazarett-Gelände am Neustädter See: Bauausschuss stimmt Vorentwurf für B-Plan zu, doch die Stadtvertreter haben das letzte Wort.

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16. Mai 2018, 05:00 Uhr

Den Sonnenaufgang oder -untergang am Neustädter See erleben. Direkt vom Balkon oder von der obersten Etage der Penthouse-Wohnung aus. Traum oder Wirklichkeit? Wenn es nach Investor Dietmar Buchholz geht, soll das bald wirklich sein. Zumindest wird derzeit wieder über den Bebauungsplan des ehemaligen Lazaretts in den städtischen Ausschüssen diskutiert. Den Vorentwurf zumindest haben die Bauausschussmitglieder jetzt einstimmig angenommen. Das letzte Wort aber haben die Stadtvertreter.

Ein klassisches Gewerbegebiet soll nicht entstehen. Diesen Ratschlag gibt Ronald Mahnel vom Planungsbüro aus Grevesmühlen. „Dienstleistungen werden schon zulässig sein“, erklärt der Stadtplaner. Aufgeteilt wird das Areal des ehemaligen NVA-Lazaretts in drei Sondergebiete: Pflege und Intensivpflege, Betriebshof und Wohngebiet. Innerhalb dieser Gebiete sind „Handwerksbetriebe und nicht störende Gewerbebetriebe zulässig“ – mehr aber nicht. Bis zu 30 Wohnungen sowie 60 Pflegeplätze sollen im ersten und zweiten Bereich, dem Pflege- und Intensivpflegegebiet sowie dem Betriebshof entstehen. Im reinen Wohngebiet werden um die 112 Wohneinheiten gebaut. Darunter auch Penthouse-Wohnungen. „Die Penthousewohnungen könnten im ehemaligen Bettenhaus entstehen – mit Aufzug“, erklärt Ronald Mahnel. Einschränkungen gibt es dennoch: So soll die ursprüngliche Bebauungsform eingehalten werden. Seeseitig sind weder Stellplätze, Schuppen noch Garagen möglich. Die dürfen nur rückseitig gebaut werden. Hinweise gibt es im Vorentwurf auch hinsichtlich des Waldabstandes, Munitionsfunde können nicht ausgeschlossen werden. Vor Baubeginn müsste dies aber vorab eindeutig geklärt werden.

„Wir bewegen uns hier in einer Größenordnung, die noch mehr Klärung bedarf“, sagt Bauausschussmitglied Axel Kröger. Ihm geht es um die Zuwegung, Straßenbeleuchtung, Erreichbarkeit... „Über den öffentlichen Personennahverkehr und Radwege muss natürlich gesprochen werden“, erklärt Dörte Ecks, Leiterin des Fachdienstes Wirtschaftsförderung, Bau, Ordnung und Liegenschaften sowie Bauleitplanung. Hinzu kommen auch die Punkte Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Dieser Aspekt dürfe ebenfalls nicht aus den Augen verloren werden.

In den vergangenen Jahren wurde mehrfach über die Nachnutzung des ehemaligen Lazaretts-Areals in Neustadt-Glewe diskutiert. Vieles wurden verworfen. Jetzt scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen. Vielleicht wird der Traum vom Sonnenaufgang am Neustädter See doch Wirklichkeit.

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