zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 09:07 Uhr

Gross Laasch : Wöbbeliner Wehr holt den Sieg

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Amtsausscheid von Ludwigslust-Land weckt bei Laascher Damen Erinnerungen / Amtswehrführer lobt gute Jugendarbeit

„Oh, das hat nicht gut geklappt“, sagt Betti Kulka. Der Maschinist muss ein zweites Mal ansetzen, um die Sauglänge an die Pumpe zu kuppeln. Die 76-Jährige weiß, was er jetzt fühlt. Schließlich ist sie Jahrzehnte zuvor genau auf dieser Position gelaufen – in der erfolgreichen Frauengruppe der Feuerwehr Groß Laasch. Beim Amtsausscheid der Feuerwehren des Amtes Ludwigslust-Land am Sonnabend gehört sie mit einigen Mitstreiterinnen von damals nur zu den Zuschauern. „Es zuckt aber immer noch, wenn man das sieht“, sagt Betti Kulka, die es – genauso wie Gerlind Gundlach – sogar zur DDR-Vizemeisterin im Feuerwehr-Dreikampf gebracht hatte. „Damit die Schläuche flacher und handlicher sind, habe ich sie zu Hause sogar mit Weichspüler gespült und gebügelt“, so die Laascherin.

Diese Mühe haben sich die Mannschaften, die am Sonnabend an den Start gehen, wohl kaum gemacht. Aber intensiv trainiert haben einige sicherlich. 17 Männerteams, vier Frauengruppen und zwölf Jugendwehren kämpfen bei Löschangriff, bei internationalem Wettbewerb CTIF und einem feuerwehrtechnischen Fragenkomplex um Punkte und Sekunden. Auch sieben Floriangruppen für die Jüngsten sind dabei. „Mehr waren es noch nie“, freut sich Amtswehrführer Horst Stelzner. „In vielen Dörfern wird eine gute Nachwuchsarbeit geleistet. Und dort, wo die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen läuft, läuft es auch bei der Feuerwehr“, sagt er mit Blick auf die schwierige Nachwuchsgewinnung.

Bei den Uelitzer Frauen – den „Girls on fire“ – klappt im zweiten Lauf des Löschangriffs alles. „Das ist eine sehr, sehr, sehr gute Zeit“, sagt Carina Küßner. Bei 29,15 Sekunden hatten die Damen mit dem Wasser aus zwei Strahlrohren die Ziele abgeräumt. Im ersten Lauf hatte das noch acht Sekunden länger gedauert. „Zwischen den Läufen haben wir den CTIF gemacht und waren sehr gut. Das hat uns bestimmt motiviert“, meint Sandra Lüdmann. Ob es sogar zum Gesamtsieg reicht? „Wir sind auch mit dem zweiten Platz zufrieden. Besser als im Vorjahr“, so Carina Küßner. Am Ende ist es tatsächlich Platz 2.

Bei den Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Sülstorf läuft es in der Feuerwehrhindernisübung (CTIF) nicht so gut. Erst nach 4:41 Minuten bleiben die Uhren stehen, und dann gibt es auch noch einige Fehlerpunkte. „Im Training waren wir viel besser“, sagt Vivien. Und Anna ergänzt: „Im nächsten Jahr versuchen wir, es besser zu machen.“

Für Horst Stelzner, der im Herbst als Amtswehrführer aufhört, schloss sich am Sonnabend ein Kreis. Denn der erste Amtsausscheid, den er in seiner Funktion mitmachte, hatte vor 23 Jahren ebenfalls in Groß Laasch stattgefunden.

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen