Wöbbelin : Wöbbeliner Ex-Kaufhalle zu neuem Leben erwacht

Hassan Saket hat sein Geschäft in der ehemaligen Kaufhalle eingerichtet. Fotos: andreas münchow
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Hassan Saket hat sein Geschäft in der ehemaligen Kaufhalle eingerichtet. Fotos: andreas münchow

Hassan Saket bietet Sortiment an Terrakottawaren / Bürgermeisterin hofft auf Belebung für das Dorf

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03. Juli 2015, 07:00 Uhr

Apfelsinen, Bananen und andere Raritäten gab es zu DDR-Zeiten oft dann, wenn eine Kaufhalle neu öffnete. Ob es am 30. April 1978 in Wöbbelin auch so war, daran können sich ältere Einwohner vielleicht noch erinnern. Damals, als die neue Konsum-Kaufhalle erstmals ihre Türen öffnete.

37 Jahre später nun öffnete die Kaufhalle erneut. Und wieder gibt es hier Raritäten aus dem Süden, allerdings keine Lebensmittel und nicht nur anlässlich der Eröffnung. Hassan Saket verkauft hier seit wenigen Tagen unter anderem schmucke Terrakottavasen, -töpfe und -schalen. „Die Stücke stellt mein Schwager in seiner Werkstatt in Tunesien her“, verrät Hassan. „Sie kommen dann auf dem Seeweg und per Transporter nach Wöbbelin. Daneben verkauft Hassan Saket auch Blumentöpfe samt Inhalt.

Bürgermeisterin Viola Tonn: „Die Kaufhalle war vor der Schließung im Juni 2005 ein zentraler Ort im Dorf, nicht nur wegen der Lage, sondern auch, weil sich hier viele Menschen trafen. Damit war es vor zehn Jahren dann leider vorbei. Es freut mich, dass Hassan Saket etwas aus der ehemaligen Kaufhalle machen will und wünsche ihm viel Erfolg.“

Auf die Idee, sein Geschäft in der ehemaligen Kaufhalle einzurichten, kam Saket durch einen Freund, der sich hier auskennt. „Die Verkehrsanbindung durch die Autobahn und die unmittelbar vor dem Geschäft verlaufende B 106 kann nicht besser sein“, findet Saket, der in Travemünde auch ein Restaurant betreibt. Übrigens gibt es im Ex-Konsum, wie erwähnt, auch Raritäten: Sandrosen (Gebilde aus Sandkörnern) aus der Wüste Nordafrikas.

Bürgermeisterin Tonn jedenfalls ist begeistert. „Vielleicht wird die Halle durch das Geschäft ja wieder ein Mittelpunkt im Dorfleben.“ Eventuell ja auch ein Mittelpunkt, an dem man verweilen kann bei einer Tasse Kaffee beispielsweise oder einer Obstschale mit Bananen und Apfelsinen.

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