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Neustadt-glewe : „Wir setzen auch in diesem Jahr auf direkte Kontakte“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Unternehmerverband Westmecklenburg geht „verhalten optimistisch“ in das neue Wirtschaftsjahr

von
erstellt am 16.Jan.2015 | 07:11 Uhr

„Verhalten optimistisch“, das ist die Prognose des Unternehmerverbandes West-Mecklenburg für die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region für dieses Jahr. Der Verband mit aktuell 110 Mitgliedern will sich auch in diesem Jahr unüberhörbar vor allem in die Diskussionsthemen einmischen, die die Wirtschaft etwas angehen. Schwerpunkte bleiben dabei die meist monatlich angesetzten Wirtschaftsstammtische. Bereits am 29. Januar (Beginn 18.30 Uhr) wird es im Hagenower Gasthaus an der Söring losgehen. Dann sind Landrat Rolf Christiansen und der Chef der Schweriner Bundesagentur für Arbeit Dirk Heyden eingeladen, sich den Fragen der Unternehmer zu stellen. „Arbeitskräfte binden, Potentiale nutzen, Unternehmensverantwortung soll nur ein Themenkomplex sein. Der Landrat will sich zu den in diesem Jahr anstehenden Schwerpunktaufgaben im Landkreis umfassend nutzen.

Aus den vergangenen Jahren ist bekannt, dass sich die Gäste bei den Unternehmern nicht auf „Kuschelrunden“ freuen dürfen. Bei den Wirtschaftsstammtsichen werden sehr direkte Fragen und klare Antworten geschätzt.

„Wir werden im Unternehmerverband West-Mecklenburg da anknüpfen, wo wir im vergangenem Jahr erfolgreich für unsere Mitglieder tätig waren. Wir engagieren uns für eine unternehmerische Solidargemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und aktiv bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Region mitarbeitet“, versprach Präsident Wolfgang-Rainer Hildesheim. Gerade auf dem Arbeitsmarkt ist die Lage derzeit alles andere als einfach, bestätigen auch die Unternehmer. „Erfolgreich agierende Unternehmen sichern Arbeitsplätze, und wie die Statistik zeigt, weist unser Landkreis inzwischen die geringste Arbeitslosigkeit im Land aus“, mahnt Geschäftsführer Wilhelm Schefe an. Damit das so bleibe, dränge sich für den Verband gerade in diesem Jahr ein weiteres Thema auf - die Suche nach Arbeitskräften.

Schefe: „Viele Betriebe suchen inzwischen händeringend Arbeitskräfte und Auszubildende. Wir hatten zu dieses Problematik im vergangenen Jahr Bildungsminister Brodkorb zu Gast. Dieses Thema wird den Verband und die Unternehmen natürlich auch 2015 intensiv beschäftigen.“ Neben dem gesetzlich eingeführten Mindestlohn werden viele Betriebe schlicht und ergreifend weitere Anreize schaffen müssen, um qualifiziertes Personal zu halten.

Die Wirtschaftsstammtische würden thematisch durch die Mitglieder vorgegeben. Gesprächspartner seien oft kompetente Entscheider aus der Wirtschaft, Politik oder Verwaltung. Hildesheim: „Diese direkten Kontakte sind notwendig, der ,kurzen Informationen’ wegen“.

Für den Monat Februar stand bisher ein Meinungsaustausch mit Ministerpräsident Erwin Sellering zu Stärken und Schwächen des Landes auf der Tagesordnung. Dieser Termin musste ins zweite Halbjahr verschoben werden. Geschäftsführer Schefe: „Im Monat März setzen wir die Tradition der Treffen fort. Wir sind zu Gast in den Firmen Henkel GmbH und Co. KG sowie bei Dockweiler in Neustadt-Glewe. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises soll die Thematik der Fachkräftebindung eine wichtige Rolle spielen. In diesen Firmen wird übrigens der Begriff „familienfreundliches Unternehmen“ bereits vorgelebt. Im April sei es der Wunsch vieler Mitglieder die Dankwardt GmbH in Jessenitz- Werk kennenzulernen. Zugleich soll mit der Lübtheener Bürgermeisterin über die Zukunft der Region debattiert werden.

Weitere Themen im ersten Halbjahr: Die Wirtschaftskriminalität in unterschiedlichen Facetten beschäftigt viele Unternehmen. Prävention in dieser Sache und die Frage nach der Präsenz der Polizei in der Fläche sind Themen, die im Mai mit Innenminister Lorenz Caffier diskutiert werden sollen. Eingeladen ist dazu auch der Leiter des Hagenower Polizeireviers Uwe Mathews.

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