Ludwigslust : „Wir mischen überall mit“

Therese Holm (l.) und Margrit Bärenwald sind für den Seniorenbeirat der Stadt Ludwigslust tätig. Sie suchen für die Neuberufung des Seniorenbeirats für 2015 bis 2018 Mitglieder.
Therese Holm (l.) und Margrit Bärenwald sind für den Seniorenbeirat der Stadt Ludwigslust tätig. Sie suchen für die Neuberufung des Seniorenbeirats für 2015 bis 2018 Mitglieder.

Seniorenbeirat Ludwigslust verrät vorab Ergebnisse der Studie zur Mobilität im Alter / Neuberufung des Beirats in diesem Jahr

neumann_neu.jpg von
18. März 2015, 07:00 Uhr

Mit zunehmendem Alter können einst alltägliche Situationen wie das Einkaufen oder der Arztbesuch zu einer Herausforderung werden: Die öffentlichen Verkehrsanbindungen sind nicht ausreichend, ein eigenes Auto nicht vorhanden und der Weg vom Dorf in die Stadt somit nur durch eine lange vorherige Planung möglich. Ob sich die Senioren in Ludwigslust und den umliegenden Ortsteilen in ihrer Mobilität eingeschränkt fühlen, versucht der Seniorenbeirat der Stadt Ludwigslust herauszufinden.

Seit dem vergangenen Jahr wurden Senioren unter anderem in Kummer, in der Ludwigsluster Vogelgegend, in Techentin, Glaisin, Niendorf sowie Weselsdorf befragt, wo sie sich Veränderungen wünschen würden, die ihren Alltag erleichtern. In den jeweiligen Ortsteilen wurden auf einer Plantafel Informationen gesammelt, die voraussichtlich im April vollständig ausgewertet sein werden.

Einige vorläufige Ergebnisse konnten zwei Mitglieder des Seniorenbeirats, Therese Holm und Margrit Bärenwald, schon verraten: „Als ein allgemeines Problem wurden in den Dörfern die fehlenden Busverbindungen während der Ferienzeit genannt“, sagt Margrit Bärenwald. Ansonsten stellten die Anbindungen und öffentlichen Verkehrsmittel kein Problem für die Senioren dar. Jedoch sei auch das Fehlen eines Geldautomaten in Kummer, Glaisin und Weselsdorf als Manko genannt worden. Die Senioren nutzen die Angebote von Versorgungsautos sowie Lieferdiensten und bewerten diese recht positiv. „Was den Senioren aber dadurch fehlt, sind die sozialen Kontakte“, so Therese Holm. So fehle oft ein Gemeinschaftsraum, um sich auszutauschen, fügt Bärenwald hinzu.

Weitere Themen des Seniorenbeirats ist die Absenkung der Gehwege, um so beispielsweise besser mit dem Rolllator die Straßenseite zu wechseln. „Wir arbeiten eng mit der Stadt Ludwigslust zusammen, um diese Vorhaben anzuregen und zu verwirklichen“, sagt Bärenwald.

Doch neben der Durchführung der Studie organisiert der Seniorenbeirat auch Vorträge beispielsweise über Patientenverfügungen, über Vorsorgevollmachten sowie über Knochenbrüche im Alter und was dagegen getan werden kann. „Wir möchten die Menschen für Altersthemen gewinnen“, so Holm.

Zudem gestalten sie gerade einen Wegweiser für Senioren, der die wichtigsten Informationen zu den Bereichen Medizin, Vereine und Verbände, Pflege und Betreuung, Sport sowie Kultur in einer Broschüre zusammenfasst. Dabei haben sich die Mitglieder des Seniorenbeirats mit den Verbänden ausgetauscht, um alle Punkte aufzugreifen, die für ältere Menschen interessant sein können, erklärt Bärenwald. „Das Projekt ist sehr aufwendig, macht aber auch sehr viel Spaß“, ergänzt Holm. Zusammen mit dem Sozialausschuss, dem Jugendrat und dem Familienbeirat hat der Seniorenbeirat Spielplätze in Ludwigslust mithilfe eines Fragebogens beurteilt. „So konnten wir uns auch für mehr Bänke auf den Spielplätzen einsetzen“, sagt Bärenwald. „Unsere Aufgaben im Seniorenbeirat sind sehr vielfältig“, erklärt Therese Holm und führt fort, dass sie als Beirat auch an öffentlichen Demonstrationen für das Gericht oder die Südbahn teilgenommen haben. „Uns geht das schließlich alle etwas an, und wir mischen eben auch überall mit.“

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