Warlow : Windkraft soll Kasse füllen

rainer

Gemeindevertretung stimmt für die Ausweisung eines Windeignungsebietes /Tempo-30-Zone soll im Lüblower Weg entstehen

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01. März 2014, 07:00 Uhr

„Unsere Gemeinde gehört zusammen mit Picher zum Windeignungsebiet, das vom Regionalen Planungsverband ausgewiesen wurde. Als Kommune verfügen wir über 103 Hektar zusammenhängende Gemeindefläche. Legt man die Schablone der zu erfüllenden 32 Kriterien an, so bleiben etwa 90 bis 100 ha als in Frage kommende Fläche für Windkraftanlagen übrig“, erläuterte Warlows Bürgermeister Rainer Zimmermann den beiden anwesenden Bürgern auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend auf Nachfrage zu diesem brisanten Thema.

An diesem Abend einigten sich die sechs Gemeindevertreter - zwei waren entschuldigt - darauf, die Möglichkeiten der Nutzung regenerativer Energiepotenziale in der Gemeinde aufzugreifen und einen Beschluss zur Ausweisung eines Windeignungsgebietes im Lüblower Weg zu fassen. Ob die Fläche dann auch wirklich genehmigt werde, sei dahingestellt, so Bürgermeister Zimmermann. „Aber wir als Gemeinde müssen nach Möglichkeiten suchen, in Zeiten knapper Kassen an Gelder zu kommen. Und was wäre da nicht naheliegender, dieses Vorhaben auf Gemeindeland umzusetzen“, fasste der Bürgermeister die Argumente für das Windkraftprojekt zum Nutzen der Gemeinde zusammen. „Wir können als Kommune an der Sache einfach nicht vorbeigehen“, sagte Rainer Zimmermann und führte dabei das Beispiel einer Gemeinde aus dem Uecker-Randow-Kreis an, deren Vertreter auf der Sitzung des Regionalen Planungsverbandes am Mittwochnachmittag in der Kreisverwaltung in Ludwigslust von ihren Erfahrungen mit diesem Thema berichteten. Diese Gemeinde befasst sich seit fünf Jahren mit dem Thema Windenergie, jetzt stehe man vor der Genehmigungsphase, aber die bevorstehenden Wahlen könnten das Projekt noch verzögern. Es gebe bislang keine hundertprozentige Sicherheit in dieser Sache, das gelte auch für das von den Warlowern favorisierte Gebiet, das wurde auch in den Vorgesprächen bereits deutlich. „Keiner bekommt auf irgendeine Aussage eine Unterschrift“, erklärt Bürgermeister Zimmermann.

Aber die anwesenden Bürger sowie die Gemeindevertreter konnte er dahingehend beruhigen, dass im Fall der Errichtung von Windkraftanlagen keine „Spargellandschaft“ entstehen solle. Die Gemeinde ist im Prozess der Aufstellung von Windparks einer von vielen Verhandlungspartnern, aber es soll finanziell so gestaltet sein, dass die Kommunen etwas davon haben. „Auch wir arbeiten daran, und wir wollen uns später als Gemeinde nicht vorwerfen lassen, hier nicht tätig geworden zu sein.“


Höchstsätze für die Wehrführung neu festgelegt


Ein weiteres wichtiges Thema war an diesem Abend, über den Vorschlag von Bürgern zu beraten, im Bereich des Lüblower Weges eine Tempo-30-Zone einzurichten und einen entsprechenden Antrag bei der Verkehrsbehörde des Landkreises zu stellen. Die Gemeindevertreter votierten einstimmig für diese Beschlussvorlage.

Einstimmig fassten die Warlower Gemeindevertreter den Beschluss, die Höchstsätze für die ehrenamtliche Tätigkeit des Gemeindewehrführers, seines Stellvertreters und des Jugendwarts neu festzulegen. Damit erfüllen die Abgeordneten die Vorgabe des Landes MV, diesen Punkt als Änderung in die Hauptsatzung der Gemeinde Warlow aufzunehmen.

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