Ludwigslust/Grabow : Willkommen in der ersten Klasse!

Nach dem Einschulungsgottesdienst gingen die Erstklässler gemeinsam in die Edith-Stein-Schule.  Fotos: prei/nise
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Nach dem Einschulungsgottesdienst gingen die Erstklässler gemeinsam in die Edith-Stein-Schule. Fotos: prei/nise

Am Sonnabend fanden im ganzen Land die Einschulungen statt – So erlebten die Abc-Schützen in Ludwigslust und Grabow ihren großen Tag

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03. September 2017, 20:45 Uhr

Die bunten und prall gefüllten Schultüten in der Hand, den neuen Ranzen auf den Rücken geschnallt und ein breites Grinsen im Gesicht – die ABC-Schützen feierten am Sonnabend ihre Einschulung und starteten damit in einen neuen Lebensabschnitt. Immer mit dabei Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde. Auch an der Edith-Stein-Schule in Ludwigslust und der Grabower Grundschule „Eldekinder“ wurden die neuen Erstklässler mit offenen Armen und einem bunten Programm empfangen.

Luise steht vor der Stadtkirche Ludwigslust und hält stolz ihre bunte Schultüte in die Höhe. An der Seite baumeln Plüscheinhörner, denn die Erstklässlerin ist ein großer Fan der Fantasiefiguren. Luise ist eines von 25 Kindern, die am Sonnabend in der Edith-Stein-Schule Ludwigslust feierlich eingeschult wurden. Gemeinsam mit ihrer Familie und ihren Freunden feierte Luise diesen wichtigen Tag.


Selbstgebastelte Anstecker für die Familie


Jeder ihrer Gäste hat einen Anstecker in Form einer Schultüte erhalten, damit sie sich unter all den anderen Teilnehmern der Einschulungszeremonie erkennen können. „Die habe ich mit meinen Cousinen gebastelt“, erzählt sie. Ihre Cousinen sind auch da, und darüber freut sich Luise ganz besonders. „Sie durfte auch Freundinnen einladen, denn es soll eben ihr großer Tag werden.“, sagt Mama Ulrike Kalas, die an diesem Tag sehr aufgeregt ist.

Luise hingegen ist glücklich, wie die Einschulungszeremonie abgelaufen ist. „Wir haben nämlich ein Bild gemalt und das mag ich besonders gerne“, erklärt die Schülerin. Denn am Sonnabend fand direkt die erste Schulstunde für die neuen Edith-Stein-Schüler statt. Nach dem Einschulungsgottesdienst in der Stadtkirche, mit Liedern, Gebeten und einer Geschichte, gingen die Schulanfänger gemeinsam in ihre neue Schule.

Die meisten Kinder kannten sich im Schulgebäude sogar schon aus. Viele von ihnen hatten nämlich die Chance genutzt und waren zu den drei Kennenlerntagen gekommen, die die Schule angeboten hatte. An diesen Tagen hatten die Kinder die Schule und auch ihre neuen Schulkameraden schon ein bisschen kennengelernt, und für die Lehrer war dies eine gute Möglichkeit gewesen, herauszufinden, welche Schüler am besten in eine Klasse kommen sollten. Und da die Klassenkonstellationen bereits bekannt gegeben wurden, war es den Schulanfängern möglich, schon vor ihrem ersten Schultag neue Freunde zu finden. So ging es zumindest Luise. „Ich habe schon eine neue Freundin gefunden, sie heißt Elsa“, erzählt sie.

Nach diesen Bemühungen und ihrer ersten Schulstunde hatten sich die ABC-Schützen der Edith-Stein-Schule ihre Schultüten mehr als verdient. Die Übergabe musste zwar wegen des Wetters in die Schule verlegt werden, doch das störte die Kinder nicht. Viel zu groß war die Neugier über den Inhalt der Schultüte.


Erzieher verabschieden Schützlinge


Auf die ABC-Schützen an der Grundschule „Eldekinder“ in Grabow warteten neben Eltern, Großeltern und Geschwistern noch weitere Gäste während der Einschulungsfeier im Atrium der Schule. Die Erzieherinnen Monika Jueg und Janine Rodewald von der Kita „Vogelwäldchen“ ließen es sich nicht nehmen, ihre ehemaligen Kita-Kinder an diesem großen Tag zu begleiten. „Einige Kinder waren von Anfang in meiner Gruppe, da ist es ein besonderes Gefühl, sie an ihrem Einschulungstag zu sehen. Und es ist ja leider auch ein Abschied“, erklärt Monika Jueg. Sie und ihre Kollegin haben für jedes Kind eine DVD mit Erinnerungsfotos und einen Schlüsselanhänger mit dem Namen des Kindes dabei.

In Grabow wurden insgesamt 60 Kinder eingeschult, die ab heute drei erste Klassen besuchen. Während der Feierstunde wurden sie von den Viertklässlern und einem bunten und musikalischen Programm herzlich willkommen geheißen. Da gab es zum Beispiel Gedichte und Lieder, die vom Rechnen, Lesen und Schreiben berichteten. Die großen Schüler sind außerdem die Paten der Schulanfänger. „Das machen wir schon seit mindestens 15 Jahren so. Die Erstklässler haben dadurch immer einen Ansprechpartner und können sich besser zurechtfinden. Das soll ihnen vor allem Sicherheit geben“, erklärt Schulleiterin Andrea Fuhrmann. Sicherheit geben die Viertklässler auch, als sie die Schulanfänger an den Händen halten, während diese über eine Bank laufen. „Das ist als Symbol für den Übergang von der Kita zur Schule zu verstehen“, so Andrea Fuhrmann.

Diesen besonderen Moment erlebten auch die sechsjährige Romina und ihre Eltern. Das aufgeweckte Mädchen besucht ab heute die Klasse 1a. „Ich hab gehört, dass die Schule auch mal langweilig sein kann, aber viel Spaß machen soll“, sagt die Schulanfängerin. Langweilig ist auf keinen Fall der Inhalt ihrer Schultüte, denn dabei dreht sich alles um Pferde und Einhörner. „Es gibt zum Beispiel eine Brotdose, Übungshefte, ein Puzzle und eine Trinkflasche. Und auch ein paar Süßigkeiten“, so Mama Martina Krüger. Die Eltern haben außerdem einen Ausflug auf den Reiterhof geplant, um diesen besonderen Tag zu feiern. „Davon weiß Romina aber bisher noch nichts“, so Mama Martina.

Ein besonderer Tag war es für alle Schulanfänger und ihre Familien. Und die Aufregung ist sicher auch heute am ersten Schultag noch da.

Pauline Reibe / Dénise Schulze

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