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Ludwigslust-Parchim : Wildvogel mit H5N8 im Raum Dömitz

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In dieser Woche gab es im Raum Dömitz und im Bereich Schweriner See drei Befunde

svz.de von
erstellt am 04.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Mehr als drei Monate nach Ausbruch der Geflügelpest zeichnet sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim und in der Landeshauptstadt Schwerin eine leichte Entspannung der Situation ab. „Wenn bis Mitte März keine weiteren Ausbrüche bei Hausgeflügel im Land auftreten, dann könnte die Aufstallungspflicht stufenweise gelockert werden“, erläutert Dr. Olav Henschel, Leiter des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelüberwachung, die vom Land beschriebene Perspektive. Aber Entwarnung gebe es derzeit keinesfalls.

Dr. Olav Henschel kennt die Sorgen der Geflügelhalter und deren Ruf nach Lockerung der Aufstallungspflicht. „Es ist richtig, die Wellen des großen Ausbruchs der Geflügelpest in Schwanheide ebben langsam ab. Aber das Geschehen unter den Wildvögeln in unserem Landkreis ist nach wie vor in vollem Gange“, sagt der erfahrene Veterinärmediziner. „Pro Woche haben wir derzeit jeweils mehrere Funde verendeter Vögel, die positiv H5N8 getestet wurden. Allein am Mittwoch dieser Woche hatten wir drei Befunde, einen im Raum Dömitz und zwei im Raum Schweriner See, in allen Fällen in bestehenden Restriktionsgebieten. Hinzu kommen die zunehmenden Funde aus den Nachbarkreisen in Schleswig-Holstein, deren Restriktionsgebiete in unseren Kreis hineinreichen.“

Wie lange die Aufstallungspflicht noch bestehen bleibt, sei offen, so Dr. Henschel. Auch habe das Landwirtschaftsministerium noch keine endgültige Entscheidung über die Lockerung der Maßnahmen getroffen. Derzeit ist der Zug der Wasservögel in vollem Gange. Vor Mitte März ist daher kaum mit Entspannung zu rechnen. Am längsten werde die Aufstallungspflicht voraussichtlich in den Risikogebieten erhalten bleiben. Das sind von den Ornithologen identifizierte Rast- und Nahrungsgebiete bestimmter Wasservogelarten.

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