Ludwigslust : Wildpflaster für Platz an Kirche

Die neuen Leitungen sind verlegt. Gestern wurden noch einige Arbeiten durchgeführt, bevor am Montag die nächsten Bauarbeiter anrücken.
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Die neuen Leitungen sind verlegt. Gestern wurden noch einige Arbeiten durchgeführt, bevor am Montag die nächsten Bauarbeiter anrücken.

Am Montag beginnen rund um die Stadtkirche Ludwigslust Arbeiten zur Verschönerung des Umgebung

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21. August 2015, 07:00 Uhr

Letzte Sandhaufen werden weggebaggert, die Fläche glatt gemacht: An der Stadtkirche in Ludwigslust gehen heute die Arbeiten zur Verlegung neuer Wasser-, Gas- und Energiekabel zu Ende. Im Auftrag der Stadtwerke Ludwigslust Grabow GmbH haben hier die Hoth Kabel- und Rohrleitungs GmbH & Co. KG Goldenbow Wasser- und Gasleitungen, die Stoldt-Bau GmbH Gadebusch Stromkabel gelegt.

Bereits am kommenden Montag rücken wieder Bauarbeiter an. Dann soll bis November das unmittelbare Umfeld des Gotteshauses verschönert werden. Jens Gröger, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Tiefbau im Rathaus: „Ein rund zehn Meter breiter Abschnitt auf beiden Seiten der Kirche wurde als Baufeld definiert.“ Laut Gröger erhalten die dortigen Flächen auf einer Breite von 7,50 Metern (ab Kirchenmauer) eine Wasser gebundene Decke. Daran schließen sich drei Meter breite Gehwege aus rot-buntem Granitgroßpflaster parallel zum Gotteshaus an. Vor den Stufen des Eingangsbereiches der Kirche entsteht eine drei Meter breite, ebenfalls Wasser gebundene Decke.

Die Zufahrten des Portikus werden zu beiden Seiten ebenfalls erneuert. Auch sie bekommen auf einer Breite von jeweils 4,65 Metern eine Wasser gebundene Decke, jeweils eingefasst in eine kleine Felssteinmauer. Ebenso wird der Bereich hinter dem Gotteshaus saniert, der ein sogenanntes Wildpflaster bekommt.

Regenwasser aus dem unmittelbaren Kirchenumfeld wird über Abläufe in eine Rigole hinter dem Bauwerk geleitet, wo das Wasser im Boden versickern kann. Petra Billerbeck, 1. stellvertretende Bürgermeisterin: „Wir haben sehr gute Boden- und Grundwasserverhältnisse. Das Regenwasser kann so im Sandboden versickern.“

Neu im künftigen Bild rund um die Stadtkirche auch: Auf beiden Seiten werden jeweils zwei Schinkelleuchten aufgestellt, dazu auf jeder Seite Fahrradständer für insgesamt 16 Drahtesel. „Damit soll verhindert werden, dass künftig Räder im Portikus oder direkt an der Kirchenmauer abgestellt werden“, erläutert Jens Gröger. Poller beiderseits der Kirche sollen ferner die Durchfahrt von Fahrzeugen zur Bundesstraße verhindern. Die Gesamtkosten für die Arbeiten betragen einschließlich der Planung 260  000 Euro. Davon kommen 65 Prozent aus Städtebaufördermitteln.

Übrigens wird es gleich zu Beginn der Bauarbeiten Schwingungsmessungen geben. „Das geschieht sowohl im Interesse der Einwohner als auch der angrenzenden Gebäude“, sagt Jens Gröger.

Er und Petra Billerbeck betonen die sehr gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche bei der Vorbereitung der Baumaßnahme und nennen hier vor allem Pastor Albrecht Lotz und Küster Thomas Konradt.

Bauherr ist übrigens die GOS (Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung mbH), die Arbeiten selbst werden von der Straßen- und Tiefbau STL GmbH ausgeführt.

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