Tatort Kita : Wieder Räume von „Katz und Maus“ verwüstet

In der Nacht zu gestern zerschlugen Unbekannte die Scheibe und hebelten das Fenster  aus. Genau auf dem selben Weg kamen die Täter schon vor vier Wochen in die Kita.
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In der Nacht zu gestern zerschlugen Unbekannte die Scheibe und hebelten das Fenster aus. Genau auf dem selben Weg kamen die Täter schon vor vier Wochen in die Kita.

Zum zweiten Mal in vier Wochen wüten Unbekannte in der Boddiner Kindertagesstätte. Sie knacken Schränke und stehlen einen Laptop

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19. Februar 2014, 07:00 Uhr

Zerborstene Fenster, durchwühlte Zimmer, ausgehebelte Schränke. Die Erzieherinnen der Kita „Katz und Maus“ in Boddin schütteln nur die Köpfe, als sie gestern Vormittag durch die Gruppenräume gehen. Kriminaltechniker Lothar Vogel muss noch letzte Spuren sichern, dann können die Frauen mit dem Aufräumen beginnen. „Das kann doch alles nicht wahr sein“, sagt Kitaleiterin Kerstin Riediger. „Warum macht jemand so etwas? Die sollten doch wissen, dass es in einer Kindereinrichtung nichts zu holen gibt.“

Wie ein Déjà-vu erleben die Frauen diesen Morgen. Vor vier Wochen standen sie im selben Zimmer schon einmal vor einem Scherbenhaufen. Mitte Januar hatten Unbekannte das gleiche Fenster zerschlagen und aufgehebelt. Damals haben sie die 30 Euro aus der Milchgeldkasse mitgenommen. Und Kerstin Riediger hatte sich noch in der Zeitung direkt an die Täter mit der Nachricht gewandt, dass in der Kita nichts Wertvolles zu holen und ein weiterer Einbruch also zwecklos sei. „Unser Milchgeld wird ab sofort anderswo aufbewahrt.“ Doch die Täter kommen wieder. Diesmal haben sie es vor allem auf das Büro abgesehen. Sie durchwühlen Schränke und nehmen den kitaeigenen Laptop mit. Auch in der Küche wüten sie. Teebeutel und Gummibärchentüten liegen verstreut auf dem Boden. „Wir wissen noch gar nicht, ob wir die Frühstücksversorgung in dieser Woche abdecken können“, sagt Riediger. Sicher ist, dass die Kita heute wieder öffnet. Die Kita Dodow hatte gestern eine Notbetreuung angeboten, doch alle 33 Kinder konnten bei Verwandten, Nachbarn oder Freunden untergebracht werden. Bis Mittag hat der Kriminaldauerdienst alle Spuren in der Kita gesichert, Fasern von der zerbrochenen Scheibe, Fingerabdrücke von Türen und Küchenmessern. Auch ein Fährtenhund kam am Morgen zum Einsatz. Nicht nur die Boddiner leiden unter der Zerstörungswut. In die Kita im benachbarten Lützow ist schon vier Mal eingebrochen worden. Auch im zehn Kilometer entfernten Wittenburg haben vor einer Woche Diebe gewütet (SVZ berichtete). Die Polizei prüft, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht und bittet jeden, der Hinweise geben kann, sich in Hagenow (Tel. 03883/ 6310) zu melden.



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