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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:34 Uhr

Dömitz : Wie ein Urlaubstag an der Elbe

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zehnte Auflage des Hafenfestes lockt Tausende Gäste nach Dömitz. Team „Bootshaus“ gewinnt das Fass-Schwimmen.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2015 | 16:27 Uhr

„Wir haben noch kein Hafenfest ausgelassen. Das Feeling gefällt uns und die Vielseitigkeit.“ Annegret Ritter sitzt mit ihrem Mann Detlef vor der kleinen Bühne am Strand von Dömitz. „Unsere Enkeltochter genießt solche Feste.“ Die Siebenjährige kommt gerade vom Schaukeln zurück und wirft einen sehnsüchtigen Blick auf die riesigen Walking Balls im Wasser des Hotelpools. „Die drehen sich ganz schnell, wenn man da drinnen läuft. Und wenn man hinfällt, fühlt sich das an wie ein Erdbeben“, sagt Filia-Luna. Gern würde sie noch einmal übers Wasser laufen, ohne nass zu werden.

Nass sind andere Besucher des 10. Hafenfestes und Elbetages längst geworden – beim Fass-Schwimmen. „Wir sind von Anfang an dabei“, sagt Heinz-Roland Gehrmann von den „Dömitzer Jungs“. „Heute ist das Wasser aber schlecht. An manchen Stellen sind es nur 20 Zentimeter.“ Wenig Spielraum für die Schwimmer wie „Rollo“, die deshalb diesmal auch nicht mit einem Startsprung, sondern aus dem Stand starten müssen. Wenigstens ist es nicht kalt. 22,6 Grad Celsius zeigte das Thermometer am Vorabend. „Ich bin extra hergefahren um zu messen“, so Gehrmann.

Zwei Schwimmer und zwei Paddler bilden ein Team. Während die einen das Fass beim Schwimmen vor sich herschieben müssen, können die anderen es – deutlich bequemer – im Kanu transportieren. Von der Kaikante aus feuern die anderen Hafenfest-Besucher die Aktiven lautstark an. Und jedes Mal, wenn beim Wechsel das Kanu bedrohlich schwankt, geht ein Raunen durch die Menge. Nach genau vier Minuten wuchten die „Dömitzer Jungs“ das Fass wieder auf den Steg. „Aber die anderen sind wohl schneller“, meint Heinz-Roland Gehrmann wenig später, als er der dritten und der vierten Mannschaft bei ihrem Rennen zuschaut. Er sollte Recht behalten. Am Ende siegt „Bootshaus“ vor „Swinger“. Aber Rollo und seine Jungs schaffen es auf Platz 3 vor dem Team „Hafen“. Nach knapp einer halben Stunde ist alles vorbei. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, zwei Läufe zu machen…, meinte ein Teilnehmer.

Während Schwimmer und Paddler sich umziehen, genießen die anderen Gäste schon wieder Karussells, Musik und allerlei Köstlichkeiten, schauen auf den Schiffen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg vorbei oder ruhen auf der Strandliege. „In Zusammenarbeit mit der Stadt wollen wir etwas für die Menschen tun“, sagt Anja Rabe von der Geschäftsleitung des Dömitzer Hafens. „Der Tag hier soll für sie wie ein Tag Urlaub sein. Wenn es den Gästen gutgeht, geht es auch uns gut.“

Und den Besuchern gefällt es. „Für uns steht schon fest, dass wir morgen wieder hier sind“, sagt Annegret Ritter am Sonnabendnachmittag. Und dann sollte auch Filia-Luna noch einmal über das Wasser laufen können.

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