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Neustadt-Glewe : Wie die Marmelade in die Berliner kommt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gruppe 2 des Montessori-Kinderhauses Neustadt-Glewe besuchte die Bäckerei Mahnke

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 07:00 Uhr

Jedes Kind weiß, wie Brot und Brötchen schmecken. Jeder hat schon mal herzhaft in einen Berliner gebissen und sich gefreut, wenn er die Marmelade erreicht hat. Die Mädchen und Jungen der Gruppe 2 des Montessori-Kinderhauses St. Julie Billiart in Neustadt- Glewe wissen nun auch, wie sie professionell gebacken werden. Die Bäckerei Mahnke hatte die Kinder und ihre Erzieher eingeladen, selbst einmal Brötchen zu backen. „Und so machten wir uns mit siebzehn Kindern auf den Weg, um herauszufinden, wie ein Brötchen so goldgelb und locker werden kann. Dort angekommen, wurden wir herzlich begrüßt. Überall standen Maschinen und Wagen mit Backwaren. Wir bekamen Schürzen und Bäckerhauben und wurden zu einem großen Backofen geführt“, berichtete Janet Gaberle. Aus diesem holte Thomas Mahnke ein Brot nach dem anderen. „Sie waren noch ganz warm und wir staunten, wie viele Brote in den Ofen passten. Dann gingen wir zu einer Maschine, die uns wieder ins Staunen versetzte. Ein Blech mit ausgerolltem Teig wurde hineingeschoben, das Gerät rüttelte und heraus kamen kleine Brötchen.“ Alle durften sich an den langen Arbeitstisch stellen und jedes Kind rollte aus zwei dieser kleinen Brötchen zwei Schlangen. Es war ein bisschen wie kneten. „Aus den zwei Schlangen flochten wir - mit Hilfe von Frau und Herrn Mahnke - einen Zopf. Jedes Kind hatte dann die Qual der Wahl: Sollten auf dem Zopf Sonnenblumenkerne, Mohn- oder Sesamkörner oder gar alles zusammen sein. Die fertigen Zöpfe wurden auf ein Backblech geleg“, erzählte Janet Gaberle weiter. „Am nächsten Morgen wurden die frisch gebackenen Waren zu uns ins Kinderhaus gebracht, wo die Kinder sie stolz ihren Eltern präsentierten und aßen. Auf unsere Frage, wer später mal Bäcker oder Bäckerin werden will, meldeten sich einige Kinder. Wir haben auch erfahren, dass ein Bäcker schon um zwei Uhr morgens mit dem Backen anfangen muss. Nur so können wir jeden Morgen frische Brötchen und Streuselschnecken genießen.“ Die Mahnkes nahmen sich viel Zeit für ihre Gäste und spendeten ihnen einen Teil des Erlöses von dem drei Meter langen Christstollen, der auf dem Neustädter Weihnachtsmarkt verkauft wurde.

Janet Gaberle: „Wir danken Thomas und Ragna Mahnke für die gewonnenen Eindrücke und die großzügige Spende. Es war ein tolles Erlebnis zu sehen, zu schmecken und zu riechen, wie die Leckereien entstehen, die wir so gerne naschen. Und wir wissen jetzt auch, wie die Marmelade in die Berliner kommt.“

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