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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 04:56 Uhr

Wessiner wollen Windpark stoppen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen die Pläne für Riesenmühlen

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 13:05 Uhr

Schon frühzeitig wollen Wessiner darauf aufmerksam machen, dass sie gegen einen Windpark bei Wessin sind. Mitglieder der Bürgerinitiative „Naturschutz und Erholung statt Windpark Wessin“ übergaben der Crivitzer Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm ein Paket mit insgesamt 669 Unterschriften. Die Stimmen stammen aus Wessin (141), Zapel (161), Crivitz (242) und weiteren Orten der Region (125). Eine frühere Unterschriften-Aktion konnte wegen Formfehlern nicht berücksichtigt werden, unter anderem waren die Adressen auf diesen Listen nicht vollständig.

Anliegen der Bürgerinitiative ist es, dass sich die Crivitzer Stadtvertreter mit dem Thema befassen und eine Aussage zum Thema Windpark treffen. Das soll auf der Sitzung am 28. August erfolgen, versicherte Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm.

Über das Windpark-Projekt hatte die Stadtvertretung auf der jüngsten Sitzung in Wessin diskutiert. Dort hatte sich die Mehrheit gegen den Windpark ausgesprochen. „Ich bin der Auffassung, dass man als Stadtvertreter nicht gegen den Bürgerwillen entscheiden kann“, betonte Brusch-Gamm. Auf der Sitzung am 28. August werde eine Grundsatzentscheidung fallen. Auch dieses Mal tagen die Crivitzer Stadtvertreter wegen des brisanten Themas wieder im Wessiner Kulturhaus. Beginn ist um 19 Uhr.

Noch ist die in Frage kommende Fläche – ein Areal an der Mordkuhle bei Wessin – nicht als Windeignungsraum ausgewiesen. Sie könnte es aber, wenn die Crivitzer Stadtvertreter dem Vorhaben zustimmen. Das ist die Sorge der Wessiner. Deshalb wollen sie ihren Standpunkt frühzeitig artikulieren, betonte Birgit Jahn von der Bürgerinitiative.

Auf der Fläche an der Mordkuhle könnten potenzielle Investoren sieben Windräder mit einer Höhe von rund 200 Metern errichten. Damit würden grobe Eingriffe in die Natur einhergehen, darauf macht Hardy Ulrich, Sprecher der Bürgerinitiative, aufmerksam. Die Stadt selbst habe keine kommunalen Flächen an diesem Standort, könnte vom Vorhaben aber trotzdem profitieren. Denn sie soll sich, so war es ursprünglich im Projekt vorgesehen, an der 20-Millionen-Euro-Investition beteiligen – zu einem Drittel. Um das Geld aufbringen zu können, müsste Crivitz allerdings einen Kredit aufnehmen. Wann tatsächlich mal Geld in die klamme Stadtkasse fließen könnte, ist aber völlig unklar.

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