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Seltener Krabbler : Wespenspinne bei Hohewisch gesichtet

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Insekt im Norden Deutschlands eigentlich nicht heimisch / Klimawandel lässt es sich ausbreiten

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Auf der Kreisstraße 37 im Kreuzungsbereich Neustadt-Glewe/Hohewisch-Kronskamp krabbelte auf dem warmen Asphalt eine nicht alltägliche Spinne. Die nicht im Norden heimische Wespenspinne (Argiope bruennichi) auch Zebraspinne, Tigerspinne oder Seidenbandspinne genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Echten Radnetzspinnen. Dieses Krabbeltier ist eigentlich in den südlichen Regionen von Europa zu Hause und nicht hier bei uns im Norden von Deutschlands. Ein Telefonat mit dem Leiter der Tierpflege des Zoos Schwerin, Jochen Lengger, ergab, dass es aber nicht mehr ungewöhnlich ist, dass diese Krabbler hier vorkommen. Schuld sei der Klimawandel. Das Tier habe zwar Gift, das Gift der Wespenspinne sei für den Menschen aber nicht gefährlich. Die giftigen Klauen können laut der Internetenzyklopädie Wikipedia die menschliche Haut normalerweise nicht durchbrechen, da sie zu kurz sind. Lediglich an dünnen Hautstellen, wie zum Beispiel an den Ohrläppchen, könne es theoretisch zu einem Giftbiss kommen. Schwellungen, Rötungen und leichte Schmerzen können die Folge sein.

Die gefundene Spinne fand einen Interessenten am Gymnasium. Sie ist dort in die Obhut einer Biologielehrerin übergeben worden, die auch gleich von den Kindern umringt wurde. Die Spinne kann als interessantes Anschauungsobjekt im Unterricht dienen. Wäre sie auf einer Wiese ausgesetzt worden, hätte sie den Winter wahrscheinlich nicht überlebt.

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