ludwigslust : Werben mit „Lust auf Leben“

Ludwigslust erhielt als Sieger des Unternehmer-Preises 2014 des Ostdeutschen Sparkassenverbandes ein neues Imagevideo

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05. Dezember 2014, 07:00 Uhr

„Wir haben hier damals die kreative Ruhe gesucht und ein Klein Versailles in den mecklenburgischen Wald gebaut“, sagt der Vorsitzende des Schlossfördervereins Ludwigslust, Dr. Gernot Hempelmann. Im barocken Gewand in der Rolle als Herzog Friedrich der Fromme spricht er diese Worte am Anfang des Imagefilms über Ludwigslust. Die 12400 Einwohner zählende Stadt ist Sieger des Unternehmer-Preises 2014 des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und hat sich in der Kategorie „Kommune des Jahres“ in Mecklenburg-Vorpommern durchgesetzt. Das neue Werbevideo wurde erstmals öffentlich bei der Einwohnerversammlung am Dienstagabend im Rathaussaal gezeigt. Dort wurden die Planungen für die Umgestaltung des Bereiches „Am Bassin“ vorgestellt. Die Einwohner waren vom Imagefilm sehr angetan und quittierten die Präsentation mit Beifall.

Im Imagevideo, das ein privates Filmteam für die Sieger in den einzelnen Kategorien produzierte, präsentiert Ludwigslust eindrucksvoll die Botschaft „Lust auf Leben“. „Wir haben mit dem Filmteam beraten, welche Themen wichtig sind und auch gemeinsam das Drehbuch erarbeitet“, so Bürgermeister Reinhard Mach, der anmerkt, dass die Produktion des Werbevideos für die Stadt kostenlos war. Und mit all dem, was Ludwigslust als Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusstandort zu bieten hat, überzeugte die Linden- und Barockstadt die Jury des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV). „Leider wissen wir bis heute nicht, wer uns vorgeschlagen hat. Nominiert wurden wir als Kommune von der Zeitschrift Super Illu, die mit dem OSV diese Auszeichnung in den vier Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen vergibt“, sagte der Ludwigsluster Bürgermeister im Gespräch mit der SVZ. „Das Schöne an der Veranstaltung ist, dass es sich um einen Unternehmerpreis handelt. Und die OSV hat frühzeitig erkannt, dass Unternehmen nur erfolgreich sein können, wenn es erfolgreiche Kommunen gibt.“ Das ausschlaggebende Moment für die Preisvergabe sieht der Bürgermeister in dem Engagement der Wirtschaftsförderung. „Das war Bestandteil unserer 15-minütigen Präsentation, die wir als Stadt mit dem Wirtschaftsförderer Henrik Wegner im September in Potsdam vorgestellt haben.“

Und dann ist es aus Sicht des Bürgermeisters „die Art wie wir die Öffentlichkeit beteiligt haben“. Als es 2010 darum ging, die Lindenstraße neu zu gestalten, setzte der Bürgermeister darauf, die Leute zu den einzelnen Varianten zu befragen. „Mit der ausgewählten Variante ging es in den Bauausschuss, es gab dann noch eine Einwohnerversammlung und schließlich fasste die Stadtvertretung einen entsprechenden Beschluss. „Im Spätsommer 2010 war sozusagen der Beginn unseres Beteiligungsmodells. Und seitdem haben wir stets nach Wegen gesucht, die Ludwigsluster zu beteiligen und in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.“ Als der ICE-Halt für Ludwigslust in Gefahr schien, hatte der Bürgermeister ein Pendlerforum mit Fachleuten und Entscheidungsträgern der Bahn und des Verkehrsministeriums initiiert, das in der Stadthalle stattfand. Auch Einwohnerforen zur Windenergie, zur Straßengestaltung und eine Bürgerwerkstatt unter Federführung von Jens Gröger, dem Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Tiefbau, und die aktuellen Foren und Workshops zum ISEK und zum REK A14 sind Beispiele für eine lebendige Bürgerbeteiligung. „Mit dieser Art von Mitsprache haben wir ein Modell gefunden, das den Ludwigslustern gerecht wird, sich aktiv in die Stadtentwicklung miteinzubringen.“

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