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Ludwigsluster Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:26 Uhr

Ludwigslust : Wenn Drängeln zur Straftat wird

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei präsentiert Unfallstatistik 2013 im Landkreis / Nichtbeachten des Sicherheitsabstandes eine der Hauptunfallursachen

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 19:30 Uhr

Sie rasen, drängeln und überholen trotz Gegenverkehrs – manche Kraftfahrer scheinen unsere Straßen zum Stressabbau zu nutzen. Die Polizei präsentierte gestern die Unfallstatistik 2013 im Landkreis-Ludwigslust. Erfreulich: Die Zahl der Verkehrsunfälle sank im Vorjahr auf 7593. Das waren 173 Unfälle weniger als 2012. Damit wurde der niedrigste Stand seit 2008 erreicht. Allerdings starben im vergangenen Jahr auf den Straßen des Landkreises 27 Menschen, vier mehr als im Vorjahr. 964 Personen wurden verletzt, 2012 waren es 888 Verletzte. In ganz MV starben im Vorjahr 80 Menschen bei Verkehrsunfällen. Damit entfällt auf den Landkreis-Ludwigslust-Parchim rund ein Drittel aller Unfalltoten im Land.

Neben zu schnellem Fahren (443 Verkehrsunfälle) war eine der Hauptunfallursachen das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes (442 Unfälle). Hans-Peter Günzel, Leiter der für den Landkreis zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust: „Oftmals ist es die Unkenntnis vieler Verkehrsteilnehmer, welcher Sicherheitsabstand eingehalten werden muss. Dann gibt es Kraftfahrer, die ganz bewusst drängeln und zu dicht auffahren.“ Günzel machte gestern bei der Vorstellung der Statistik erneut darauf aufmerksam, dass Drängeln und dichtes Auffahren den Straftatbestand der Nötigung erfüllen können. „Die entscheidende Rolle für Sicherheit im Straßenverkehr spielen die Verkehrsteilnehmer selbst durch ihre Bereitschaft, sich den Normen anzupassen“, hob Günzel hervor.

Im Bereich des Polizeihauptreviers Ludwigslust kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen drei Menschen ums Leben, zwei weniger als 2012. Drei Verkehrsteilnehmer starben in der Region Hagenow (2012: vier) und vier Unfalltote mussten im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Boizenburg (2012: ein Todesfall) registriert werden.

Ralf-Peter Hirsch, Sachbearbeiter Verkehr in der Polizeiinspektion, präsentierte am Mittwoch noch weitere interessante Zahlen. So ereigneten sich die meisten Verkehrsunfälle im Landkreis 2013 freitags: 1299 Unfälle. Die wenigsten Unfälle (722) wurden sonntags registriert. Auf die Monate bezogen krachte es am häufigsten im Oktober, als sich 743 Unfälle ereigneten. Im Februar dagegen zählte die Polizei nur 533 Verkehrsunfälle. Ralf-Peter Hirsch: „Im Oktober fällt es den Verkehrsteilnehmern offenbar schwer, sich auf die Bedingungen, wie zunehmende Dunkelheit und Blätter auf der Fahrbahn, einzustellen. Im Februar dagegen haben sich die meisten auf die Witterungsbedingungen, auf Schnee- und Eisglätte eingestellt.

Erfreulich ist der Rückgang der Wildunfälle. Allein in der Region Ludwigslust sank die Zahl von 494 Kollisionen im Jahre 2012 auf 434 Zusammenstöße in 2013. Beamte des Polizeireviers Hagenow mussten 562 Wildunfälle aufnehmen (2012: 597) und des Reviers Boizenburg 447 (2012: 512).

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