Techentin : Wenn die Großeltern staunen

Die neunjährige Mia zeigt ihren Großeltern die Funktion einer Experimentierstation. Fotos: Mick
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Die neunjährige Mia zeigt ihren Großeltern die Funktion einer Experimentierstation. Fotos: Mick

Miniphänomenta-Ausstellung machte für zwei Wochen in Techentiner Grundschule Station / Lehrer bauen mit Eltern zehn Exponate nach

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10. Mai 2017, 21:00 Uhr

Mia dreht an den beiden mit einer Stange verbunden Scheiben, die mit Figuren versehen sind – es entstehen Bilder wie bei einem Minikino. Das neunjährige Mädchen aus der 3. Klasse der Grundschule Techentin hat in ihren Großeltern aufmerksame Zuschauer, die nicht schlecht staunen, was ihnen ihre Enkelin an dieser Station vorführt. Phänomene technischer und naturwissenschaftlicher Art konnten Großeltern, Eltern und Vertreter von Firmen erleben, die zum Aktionstag „Miniphänomenta – Elementare Erfahrungen“ am Dienstagnachmittag in die Grundschule eingeladen waren. Die Mädchen und Jungen, aber auch die Erwachsenen hatten viel Spaß beim Ausprobieren der verschiedenen Angebote. Ein Stationenfeld der Miniphänomenta umfasst bis zu 52 Experimentierstationen, die einfach, stabil und vor allem herausfordernd zugleich sind. Leitet Grafit Strom? Wie schnell bewegen sich Glaskugeln auf verschieden geneigten Ebenen? Wie viel Energie braucht man, um eine Scheibe in einem Behälter nach oben zu bewegen? Da wurde mit Wasser, Luftdruck und Strom experimentiert, da gab es viel zu entdecken. „Die Ausstellung von der Uni Flensburg, die dieses Konzept entwickelt und fachlich begleitet, hatten wir jetzt für 14 Tage an unserer Schule“, erläuterte Lehrer René Kruck. „26 Stationen waren aufgebaut, und die Kinder bekamen die Möglichkeit, sich selbstständig auszuprobieren. Auch Kinder aus der Kita und der Schule für individuelle Lebensbewältigung aus Ludwigslust hatten wir zu Besuch. Wir haben dort die Patenschaft über eine dritte Klasse übernommen“, ergänzte René Kruck. „Wir haben bei uns an der Schule eine Experimentiergruppe und als wir von dem Angebot hörten, dachten wir, das wäre auch was für uns.“ Seine Kollegin Ines Jakubu-Schmidt sieht das genauso. „Die einzelnen Experimentierstationen regen die Kinder zum Denken an, die Schüler können so ihre eigenen Erfahrungen machen. Wir Erwachsene nehmen uns dabei zurück und schauen, ob die Kinder klarkommen“, ergänzt die erfahrene Pädagogin. Und der Tag der offenen Tür zum Bestaunen und Bewundern der Exponate aus Wissenschaft und Technik sollte den Eltern auch Anregungen geben, welche Exponate denn in der Grundschule einen Platz finden könnten. „Zehn dieser Experimentierstationen wollen wir gemeinsam mit Eltern nachbauen und diese Exponate sollen dann dauerhaft an der Schule bleiben“, so René Kruck. Der Termin steht auch schon fest, verrät Ines Jakubu-Schmidt. „Am 10. Juni in der Zeit von 9 bis 13 Uhr machen wir uns an die Arbeit. Ein Vertreter der Uni Flensburg bringt dass Material mit und gibt tatkräftige Unterstützung“, so Ines Jakubu-Schmidt. Zugleich hoffen die beiden Grundschullehrer, dass Firmen aus der Region die Aktion unterstützen. „Denn der Nachbau dieser Stationen kostet Geld und da wäre eine finanzielle Hilfe schon gut“, meint Ines Jakubu-Schmidt.

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