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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 07:42 Uhr

Wenn das Land nach Berlin ruft...

vom

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erstellt am 23.Jan.2012 | 06:39 Uhr

Berlin/Hagenow | Die Mecklenburger in Berlin, auf der Grünen Woche. Allen Unkenrufen zum Trotz haben alle Beteiligten am vergangenen Auftaktwochenende dem Strom der Zehntausenden stand gehalten. Für die erfahrenen Besucher war in Sachen Auftritt und Ausgestaltung kein Unterschied zu vergangenen Jahren festzustellen. Beim Publikumsandrang sowieso nicht. Die Mecklenburghalle mit der offiziellen Bezeichnung "5.2.b" war voll wie immer. Der Aufwand, der auf der Bühne betrieben wurde, war wie immer beachtlich. Veränderungen gab es bei den beteiligten Firmen, aber auch hier hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Veränderungen gegeben. Für die Mannschaft von der Mecklenburger Kartoffelveredlung aus Hagenow gilt das jedoch nicht. "Wenn das Land ruft, dann kann man doch nicht Zuhause bleiben", formulierte Marketingleiter Michael Greve den seit vielen Jahren geltenden Anspruch seines Unternehmens. "Wir sind so eng mit dem Land verbunden, da kann man auch mal etwas zurückgeben." Finanziell lohne sich der Auftritt auf der Verbrauchermesse angesichts des Aufwandes nicht. Es gehe um Aufmerksamkeit und langfristigen Markenaufbau. Für den tut auch die Vielanker Brauerei etwas, die sich erst kurzfristig zum Gang nach Berlin entschlossen. Zumindest am Auftaktwochenende unübersehbar vertreten war auch die Mannschaft des Landgestütes Redefin. Kein Wunder, geht es doch für Redefin um viel im großen Jubiläumsjahr. Das Gestüt wird das ganze Jahr mit den verschiedensten Veranstaltungen seinen 200. Geburtstag feiern. Da kam die Grüne Woche als Auftakt für verstärkte Marketinganstrengungen gerade recht. Die Redefiner kamen auf dem Messestand unter, auf dem sich auch beide Biopshärenreservate, die Plauer Tourist-Information, die Sternberger und natürlich auch der Landkreis präsentieren. Alle Jahre wieder rückt auch für die Mecklenburger das Berliner Messegelände in den Mittelpunkt. Nicht umsonst. Nirgendwo kann man in so kurzer Zeit so viele Menschen erreichen, die auch noch meist in Reichweite zum eigenen Bundesland wohnen. Die Grüne Woche ruft zur Werbeschlacht um die Aufmerksamkeit der Verbraucher. Als Landkreis mit großer und vielfältiger Lebensmittelindustrie und mit dem Anspruch, touristisch der erfolgreichen Küstenregion zu folgen, ist eine Teilnahme in Berlin fast Pflicht. Und so beteiligte sich der neue Landkreis am Sonntag auch am Regionaltag Westmecklenburg, vertreten u. a. durch das Orchester aus Groß Laasch.

Zum Auftaktwochenende herrschte an Landespolitikern kein Mangel, Ministerpräsident Sellering und auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus ließen sich bei ihrem Rundgang an jedem Stand blicken. Backhaus war überaus zufrieden: "Unsere Halle ist immer voll, durch andere Hallen kann man so durchlaufen. Wir können uns über Publikum und Zuspruch nicht beklagen. Insofern kann ich die Kritik an unserem Auftritt wirklich nicht verstehen."

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