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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 21:39 Uhr

Dömitz : Wenn Blätter zum Ärgernis werden

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Laub von kommunalen Bäumen ist laut Straßenreinigungssatzung von den Grundstückseigentümern selbst zu entsorgen

von
erstellt am 24.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Sie hat viele Bäume vor ihrem Haus und das Laub weht auf ihr Grundstück. 35 Jahre hat sie das Laub aufgesammelt, nun ist die ältere Dame, die in der Roggenfelder Straße in Dömitz wohnt, körperlich aber nicht mehr in der Lage dazu. Da es sich um Bäume der Stadt handelt, fragte sie beim Ordnungsamt der Stadt nach, ob es hier eine Lösung für ihr Problem gebe. Laut geltender Straßenreinigungssatzung müsse sie ihr Grundstück allein saubermachen, so Ronny Schult, Fachbereichsleiter Allgemeines Ordnungsamt und Gefahrenabwehr vom Amt Dömitz-Malliß. „Was den Grünstreifen vor ihrem Haus betrifft, so könnten in einem bestimmten Zeitraum Mitarbeiter des Bauhofes hier für Sauberkeit sorgen. Dieser Vorschlag muss aber erst noch geprüft werden“, so Ronny Schult. Um dem im Herbst anfallenden Laub Herr zu werden, gibt die Stadt Dömitz Laubsäcke aus für die Bäume, die im öffentlichen Bereich von den Anliegern im Sinne der Straßenreinigungspflicht sauber gehalten werden. Auf ihrer Laubtour nehmen die Mitarbeiter des Bauhofes die umweltfreundlichen Bigbags an Ort und Stelle auf. Darüber hinaus können die Leute, die keine Möglichkeit haben, ihr Laub zu kompostieren oder auf dem Grundstück zu lagern, dieses zur Firma Indorf in der Heidhofer Chaussee in Dömitz oder alternativ nach Malliß zum Wertstoffhof bringen, wo es kostenlos angenommen wird.“

Günter Möller, Leiter Ordnungs- und Bauverwaltung im Amt Ludwigslust-Land: „Wir haben vor Jahren älteren Bürgern, die nicht mehr in der Lage waren, das Laub von ihren Grundstücken zu entsorgen, ein Angebot unterbreitet. Vertraglich gegen einen finanziellen Beitrag übernahm das dann der Gemeindearbeiter. Das haben wir aber wieder rückgängig gemacht. Unser Vertreter vom Kommunalen Schadensausgleich erklärte, dass das versicherungsrechtlich nicht gehen würde. Wer es selbst nicht mehr schafft, sein Grundstück vom Laub zu befreien, muss die Dienste Dritter in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel einen Hausmeisterservice.“ Wer, so Günter Möller, keine Möglichkeit hat, das Laub auf dem eigenen Grundstück zu kompostieren, der kann es zur Firma Rokomm nach Uelitz bringen, wo Grünschnitt und Laub angenommen werden. Die Gemeinde Wöbbelin hat eine eigene Deponie, wo ein Gemeindearbeiter aufpasst, dass auch nur Grünschnitt und Laub abgegeben werden. Und das gilt auch für die Gemeinde Warlow.

Auch Wolfgang Kann, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Grabow, bestätigte die Aussagen seiner Amtskollegen. „Laut kommunaler Straßenreinigungssatzung ist der Eigentümer für die Straße verantwortlich, an der sich sein Grundstück befindet. Wer nicht mehr selbst das Laub entsorgen kann, muss eine geeignete Person oder eine Firma beauftragen. Hausmeisterdienste übernehmen zum Beispiel die Lewitz-Werkstätten und private Dienstleister.“

 

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