Lüblow/Ludwigslust : Weltmeister im Organisieren

André Cranz befestigt das Netz am Radballtor. Mit Danny Bennühr tritt er Sonnabend gegen die weltbesten Radballer an. Möglich macht das die Wildcard für den Ausrichter SV Wanderlust Lüblow.
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André Cranz befestigt das Netz am Radballtor. Mit Danny Bennühr tritt er Sonnabend gegen die weltbesten Radballer an. Möglich macht das die Wildcard für den Ausrichter SV Wanderlust Lüblow.

Lüblower Burkhard Protz managt den Radball-Weltcup in Ludwigslust vom Catering bis zum Konfettiregen / Erster Anpfiff Sonnabend 13 Uhr

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01. Juni 2016, 19:00 Uhr

Das Licht geht aus. Der Spot an. Laserstrahlen zucken durch die Halle. Kleine Feuerwerke werden gezündet. Aus den Lautsprechern schallt ein Song von ACDC. Unter Applaus marschieren die Siegerteams im Lichtkegel bis zum Podest. Der Moderator ruft zur großen finalen Show des Radball-Weltcups in Ludwigslust, Konfetti-Regen rieselt von der Decke und die Menge oben auf der Tribüne jubelt.

Burkhard Protz vom SV Wanderlust Lüblow freut sich auf diesen Moment am Sonnabend-Abend. Wenn alles so läuft, wie er sich das vorstellt, dann hat sich die ganze Arbeit und Mühe der letzten Wochen, Monate und Jahre gelohnt.

Seit gestern Morgen sind Burkhard Protz und sein ganzes Helferteam vor Ort in der Ludwigsluster Sporthalle. Die großen Handballtore müssen aus der Halle, dafür werden vier kleine Radball-Tore her-eingetragen. Die Kiste mit einem Dutzend nagelneuer Radbälle steht schon neben der Tribüne, das große grüne Netz, das die Halle in zwei Radballfelder teilt, muss noch an der Hallendecke befestigt werden. Die Nationalfahnen werden ausgerollt, Getränkekisten gestapelt, Tische und Stühle im Cateringraum aufgebaut. „Es gibt viel zu tun“, sagt Burkhard Protz. „So viel, dass einige unserer Helfer es vorziehen, lieber gleich in der Halle zu schlafen.“ Wie André Cranz aus Luckenwalde. „Ich kann eh schlecht schlafen in diesen Tagen“, sagt er. „Das ist alles ziemlich aufregend. Wann hat man schon so viele weltbeste Teams auf einem Platz.“ Der 27-Jährige aus Luckenwalde wird mit seinem Teampartner Danny Bennühr aus Lüblow für den SV Wanderlust Lüblow antreten. Lüblow bekommt als Ausrichter des Weltcups eine Wildcard. „Das ist toll“, sagt André. „Wir haben sonst ja nie Gelegenheit gegen diese Teams zu spielen.“

Sechs Mannschaften aus Österreich, der Schweiz, Ungarn, Tschechien, Frankreich und Deutschland reisen am Freitag zum Weltcup in Ludwigslust an. Protz hat für die Teams und Kampfrichter Zimmer in den Ludwigsluster Hotels gebucht. Die Küche von Stift Bethlehem übernimmt das Catering, Sponsoren aus Region beliefern den Weltcup mit Getränken. Michael Zirsch, Physiotherapeut aus Ludwigslust, selbst begeisterter Sportler, wird die Radballer zwischen den Spielen massieren. Protz freut sich auf den Weltcup und hofft, mit ihm mehr Menschen im Norden für den Radball zu begeistern. 600 Fans passen auf die Tribüne. Protz: „Wär schon schön, wenn sie gut gefüllt ist.“

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