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Ludwigsluster Tageblatt

20. August 2017 | 23:13 Uhr

Ludwigslust : Weltladen zieht ins Zentrum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Weltladen Ludwigslust e. V. hat sein Domizil künftig in der Ludwigsluster Schlossstraße / Eröffnung am 31. Mai geplant

Sie ist Diplom-Betriebswirtin, hat viele Jahre im Einzelhandel gearbeitet und ist seit Dezember 2013 Vorsitzende des Weltladen Ludwigslust e. V. (22 Mitglieder).

Dank ihrer jahrzehntelangen Berufserfahrung möchte Susanne Lange mit der Unterstützung des gesamten Vorstandes und aller Vereinsmitglieder das Weltladengeschäft in Ludwigslust noch bekannter machen. „Wir wollen unser zehn Jahre altes Geschäft aus der Anonymität im Haus Emmaus im Stift Bethlehem herausholen und werden deshalb umziehen“, sagt Susanne Lange. Sein neues Domizil wird der Weltladen in der Schlossstraße 33 in Ludwigslust haben. Die Eröffnung ist dort für den 31. Mai (9 Uhr) geplant.

Susanne Lange: „Bisher wissen viele Menschen gar nicht, dass es in Ludwigslust einen Weltladen gibt, in dem Produkte aus Fairem Handel angeboten werden. Andere wiederum kennen unser Geschäft zwar, haben aber immer wieder gesagt, wir sollten doch direkt in die Stadt ziehen.“

Diesem Wunsch wird der Weltladen e. V. jetzt nachkommen. Ausdrücklich möchte sich Susanne Lange bei der Geschäftsleitung des Stift Bethlehem bedanken. „Sie hat es uns in den vergangenen zehn Jahren ermöglicht, im Stift unter günstigen Bedingungen zu arbeiten und das Geschäft zu entwickeln.“ Aber: Das Ladengeschäft im Stift war nicht nur etwas abgelegen, auch der Platz reichte zuletzt mit rund 15 Quadratmetern nicht mehr. „Das Geschäft in der Schlossstraße bietet mit 37 Quadratmetern Verkaufsfläche die Möglichkeit, eine viel größere Produktpalette anzubieten“, freut sich Susanne Lange.

Das Angebot reicht von Kaffee und Tee über Wein und Schokolade bis zu Schmuck und Musikinstrumenten. Die Vereinsvorsitzende sieht ein immer größeres Interesse an Produkten aus dem Fairen Handel. „Es gibt viele Menschen, die bestimmte Produkte kennen und schätzen, aber nicht mehr bereit sind, sie zu Dumpingpreisen in Supermärkten zu kaufen“, sagt die 59-Jährige.

Und genau hier setzt die bildungs- und sozialpolitische Arbeit des Weltladen e. V. ein. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass Preisdumping oft Hungerlöhne, Menschenrechtsverletzungen und schlechte Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern zur Folge haben.

„Unser neues Ladengeschäft soll dazu beitragen, unfaire Handelspraktiken weiter aufzudecken und besondere Alternativen zum unfairen Handelssystem anzubieten.“

In dem künftig größeren Ladengeschäft gibt es die Möglichkeit, Kitagruppen oder Schulklassen einzuladen. Die Vereinsvorsitzende: „Wir können den Kindern hier erklären, wie zum Beispiel Kaffee oder Kakao in fernen Ländern hergestellt werden, warum die Bauern dort faire Preise brauchen und wie sie und ihre Kinder leben.“

Aber auch mit Erwachsenen wollen die Mitglieder des Weltladen Ludwigslust e. V. über solche und ähnliche Probleme ins Gespräch kommen. Der neue Standort im Zentrum und der größere Platz im Ladengeschäft bieten dafür günstigere Voraussetzungen. Übrigens sieht Susanne Lange noch einen ganz anderen Aspekt hinsichtlich des Geschäfts im Ludwigsluster Zentrum. „Wir möchten dazu beitragen, dass es nicht noch mehr verhängte Schaufenster in unseren Einkaufsstraßen gibt.“

Zum Thema „Faire Handel und was kann ich dazu beitragen“ bietet der Weltladen e. V. in unmittelbarer Zukunft zwei Informationsgespräche. Interessierte sind für Mittwoch, den 30. April, um 18 Uhr herzlich in das bisherige Ladengeschäft im Stift Bethlehem (Haus Emmaus) eingeladen.

Am Sonnabend, dem 3. Mai, findet um 11 Uhr ein weiteres Gespräch statt, dann bereits im künftigen Geschäft in der Ludwigsluster Schlossstraße 33.


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von
erstellt am 24.Apr.2014 | 10:10 Uhr

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