Dömitz : Weiteres Geld für Stadtsanierung?

Beschluss über das Programm zur Städtebauförderung: Bürgermeister Reinhold Suhrau (l.) zählt die Stimmen.
Beschluss über das Programm zur Städtebauförderung: Bürgermeister Reinhold Suhrau (l.) zählt die Stimmen.

Dömitz kann wieder Städtebaufördermittel beantragen – Arbeiten am Wohnhaus in der Torstraße 31 sollen in diesem Jahr beginnen

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10. Januar 2020, 18:00 Uhr

Der Blick in Dömitz’ Ortskern zeigt: In der Altstadt gibt es noch einigen Sanierungsbedarf an der Bausubstanz. Dennoch war die Stadt aus der Städtebauförderung bereits raus. „In den Jahren 2017 und 2018 hatten wir keine Mittel mehr bekommen“, erklärte Gerd Bade vom Bauamt der Amtsverwaltung Dömitz-Malliß. Doch für 2020 kann die Stadt – wie für 2019 – wieder einen Antrag stellen. Das Maßnahmenprogramm haben die Stadtvertreter jetzt beschlossen. Einhellig.

Bei dem Antrag geht es um ein Investitionsvolumen von knapp 1,56 Millionen Euro, die enthaltene Fördersumme würde sich auf rund 1,25 Millionen Euro belaufen. Sofern sie in voller Höhe bewilligt werden würde. Aber damit rechnet Gerd Bade nicht wirklich. „Für das vergangene Jahr war von den beantragten Mitteln etwa ein Fünftel bewilligt worden“, erklärte er. Unterm Strich 250 000 Euro, verteilt auf fünf Jahre. „Das war schon etwas enttäuschend.“

Nichtsdestotrotz sollten nach Aussage von Gerd Bade Vorhaben, die in Maßnahmenprogrammen vergangener Jahre standen, aber noch nicht umgesetzt wurden, erneut aufgenommen werden. „Um zu zeigen, dass die Stadt die Maßnahmen mit Ernsthaftigkeit und Nachdruck verfolgt.“ Damit hatte sie auch schon Erfolg, wie das Beispiel Nebengebäude des Rathauses zeigt. „Es wurde einige Male abgelehnt, und dann haben wir doch die Genehmigung bekommen“, so Bade. „Und das Ergebnis sieht sehr ordentlich aus.“

Die Prioritätenliste für den 2020er-Antrag ist insofern nicht neu. Die Gebäude Torstraße 31, Elbstraße 18, Fritz-Reuter-Straße 7a sowie das Verwaltungsgebäude am Slüterplatz 6 stehen darauf. Und die Adresse Torstraße 1, obwohl dort gar kein Haus mehr steht. „Ein privater Investor will die Lücke möglicherweise durch eine Bebauung füllen und hat unserem Sanierungsträger GOS Ideen vorgestellt“, erklärte Gerd Bade auf Anfrage von Stadtvertreter Michael Porep. Konkreteres – weder inhaltlich noch zeitlich – gibt es noch nicht. Der Fachwerkbau, der früher dort stand, war vor gut vier Jahren eingestürzt, rund ein Jahr später wechselte das Grundstück den Besitzer. „Das Haus war prägnant und wichtig für das Ensemble“, sagte Gerd Bade gegenüber SVZ. Insofern sei es denkbar, dass für einen Neubau Städtebaufördermittel eingesetzt werden können.

In diesem Jahr soll nun auch die schon länger geplante Sanierung des Wohnhauses in der Torstraße 31, das der Stadt gehört, beginnen. „Wir warten auf die Baugenehmigung, dann sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden.“ Auf die Bewilligung neuer Städtebaufördermittel muss Dömitz dafür nicht warten, weil die in einem Jahr bewilligte Summe immer auf fünf Jahre verteilt wird. Und so wirken die Bewilligungen für 2015 und 2016 sowie für das Vorjahr nach.

Über die Städtebauförderung werden auch kleinteilige Maßnahmen von Privateigentümern bezuschusst. Das kann Fenster, Dach, die Haustür oder auch die Fassade betreffen, so Bade.

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