Alt Jabel : Weihnachtslieder auf dem Jagdhorn

Ruben will Trompeter werden – erfreute die Besucher des Adventskonzertes in der Alt-Jabeler Kirche aber erstmal mit dem Jagdhorn.
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Ruben will Trompeter werden – erfreute die Besucher des Adventskonzertes in der Alt-Jabeler Kirche aber erstmal mit dem Jagdhorn.

Ruben Winkelmann spielt erstmals beim Adventskonzert in der Alt-Jabeler Kirche / Achtjähriger will Trompeter werden – wie sein Papa

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08. Dezember 2013, 19:17 Uhr

Ruben gehört zu den Debütanten beim großen Adventskonzert des Musikhofes Alt Jabel. In wenigen Minuten soll es losgehen, doch der Achtjährige zeigt noch keine Spur von Anspannung. „Beim ersten Mal war ich ganz doll aufgeregt, beim zweiten Mal nur noch ein bisschen, und jetzt bin ich gar nicht mehr aufgeregt“, sagt er bestimmt. Nach seinen Auftritten bei der Weihnachtsfeier der Gemeinde Vielank und auf dem Adventsmarkt auf dem Töpferhof in Hohenwoos steht er am Sonnabendabend zum dritten Mal vor großem Publikum, diesmal in der Alt-Jabeler Kirche beim traditionsreichen Konzert der Musikschule von Martin und Ulrike Keller. Ruben will auf dem Jagdhorn zwei Weihnachtslieder spielen. „,Morgen kommt der Weihnachtsmann’ ist mein Lieblingslied“, erzählt der kleine Tewswooser, der es aber eigentlich gar nicht auf das Jagdhorn abgesehen hat.

„Ich möchte gern Trompete spielen“, erklärt Ruben, warum er im Sommer mit dem Musikunterricht begann. „Aber die ist noch zu groß für mich.“ Papa Andreas Winkelmann ergänzt: „Seine Arme sind zu kurz. Deshalb haben wir uns erst einmal für das Jagdhorn entschieden.“ Doch die Trompete bleibt Rubens Wunschinstrument, „weil die sich so schön anhört“. Er habe sie schon oft auf Konzerten gehört – und zu Hause. „Weil Papa oft Trompete spielt“, sagt der Zweitklässler. „Immer wenn es im Fernsehen langweilig wird, gehe ich zu Papa und höre bei ihm zu.“ Andreas Winkelmann, der am Sonnabend auch zu den Akteuren gehört, spielt im Posaunenchor Alt Jabel und in der Gruppe „Jabel Brass“. Fast täglich übt er für die Auftritte. Und auch Ruben ist kaum zu bremsen. „Er ist traurig, wenn er einen Tag mal nicht üben darf, weil die Lippen eine Pause brauchen“, sagt der Papa.

Und dann beginnt das Konzert der Alt-Jabeler Musikschüler, unterstützt von Streichern aus Ludwigslust, das die Zuhörer auf den Bänken auf wundervolle Weise auf die Weihnachtszeit einstimmt. Sie genießen die musikalischen Vorträge auf höchstem Niveau und die Debüts der jüngsten Musiker wie das von Franci Diedrich am Klavier. Nathalie Hoffmann, Frida Spaethe und Johannes Grubba, die in diesem Jahr beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ genügend Punkte errungen hatten, um am Landeswettbewerb teilzunehmen, dafür aber zum Teil zu jung waren, hatten sich Großes vorgenommen. Sie wollten Haydn spielen. „Das ist nicht so einfach“, sagt Lehrerin Ulrike Keller. Doch es gelingt. Die drei jungen Musiker spielen auf ihren Celli deutsche Tänze von Joseph Haydn. Schließlich wollen sie im nächsten Jahr als Ensemble zum Wettbewerb für Nachwuchsmusiker.

Und dann ist Ruben dran. Fröhlich ins Publikum winkend spaziert er an seinen Notenständer und spielt sein Lieblingslied. Eine gelungene Premiere für den Achtjährigen in der Alt-Jabeler Kirche und ein schöner Nachmittag im Advent, der im Anschluss auf dem Pfarrhof seine Fortsetzung findet. Der Schein unzähliger Lichter und der Duft von Bratäpfeln aus dem Steinbackofen lockt viele Besucher auf das Gelände rund um die Pfarrscheune.

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