Ludwigslust : Weichen für die Fusion gestellt

Ziemlich knapp fiel die Entscheidung für eine Fusion der Feuerwehrverbände im Landkreis aus.  Fotos: Michael-Günter Bölsche
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Ziemlich knapp fiel die Entscheidung für eine Fusion der Feuerwehrverbände im Landkreis aus. Fotos: Michael-Günter Bölsche

Knappes Votum für einen Kreisfeuerwehrverband / Kameraden fordern Parität ein / Landrat Christiansen stellt Rechtslage klar

svz.de von
02. März 2014, 12:17 Uhr

Mit 58 Stimmen votierten die Mitglieder des Parchimer Feuerwehrverbandes auf ihrer Mitgliederversammlung am Freitagabend in Dargelütz für eine Fusion mit dem Kreisfeuerwehrverband Ludwigslust. 49 Kameraden stimmten dagegen und 14 enthielten sich der Stimme. Allerdings waren sich die Blauröcke einig, dass dies nur bei paritätischer Zusammensetzung der Gründungsversammlung erfolgen kann. Ein entsprechender Beschluss aus dem Jahre 2012 wurde nicht aufgehoben. Mit deutlicher Mehrheit von 78 Stimmen (64,46 Prozent) votierten die Parchimer für die Ausgewogenheit bei der ersten Versammlung des neuen Kreisfeuerwehrverbandes.

Zuvor hatte Landrat Rolf Christiansen in seinem Grußwort noch einmal auf die Rechtslage hingewiesen, dass es in einem Landkreis nur einen Kreisfeuerwehrverband geben dürfe. Da aber zu dieser Zeit die Wahl bereits Geschichte und die Stimmen derweil ausgezählt waren, konnte dieser Appell nichts mehr bewirken. „Egal wie diese Wahl ausgeht, der Landkreis wird das Feuerwehrwesen weiterhin unterstützen und fördern“, so Christiansen, der seine Hochachtung gegenüber diesem Ehrenamt aussprach.

Der amtierende Landesbrandmeister Dietmar Zgaga sprach sich ebenfalls für einen einheitlichen Verband im Landkreis Ludwigslust-Parchim aus. „Die Richtung ist klar und nur gemeinsam geht es voran“, meinte er und fügte hinzu, dass der Landkreis der letzte sei, in dem die Feuerwehrverbände noch nicht fusioniert haben.

In seinem Rechenschaftsbericht zog der Verbandswehrführer Dietmar Arendt ein Resümee über die Arbeit der Parchimer Blauröcke. Vor allem in der Aus- und Weiterbildung wurden Fortschritte erzielt. In 26 Lehrgängen wurden 313 Kameraden für den Einsatzdienst ausgebildet, so im Sprechfunk, als Maschinist und Truppführer, im Atemschutz und an der Motorkettensäge. Obwohl nicht in allen Wehren Chemieschutzanzüge vorhanden sind, ließen sich Kameraden entsprechend ausbilden. Die Atemschutzübungsanlage in Dargelütz haben 328 Kameraden durchlaufen.

Der Verbandswehrführer erinnerte an die 326 Einsätze im vergangenen Jahr. Rund die Hälfte waren Brandeinsätze. Vielfach musste nach Unfällen geholfen werden. Der Ludwigsluster Kreiswehrführer Heiko Dübel lobte die Einsatzbereitschaft während des Elbehochwassers. 497 Kameraden aus dem Parchimer Verband waren direkt vor Ort.

Der amtierende Landesbrandmeister Zgaga zeichnete während der Veranstaltung Manfred Jedzik von der Feuerwehr Leezen mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus. Jedzik kandidiert auch für eine Funktion im einheitlichen Kreisfeuerwehrverband.


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