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bresegard bei eldena : Wehrführer gibt Staffelstab weiter

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gerhard Minke aus Bresegard bei Eldena hat dieses Amt 35 Jahre ausgefüllt

von
erstellt am 04.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Er ist wohl der dienstälteste Wehrführer im Landkreis gewesen. Jetzt ist Oberbrandmeister Gerhard Minke aus Bresegard bei Eldena, der in diesem Jahr 66 Jahre alt wird, in die Ehrenabteilung der Wehr versetzt worden. Er hat den Staffelstab in jüngere Hände weitergegeben – nämlich in die von Dirk Güritz (36) und dessen Stellvertreter Andreas Suhrbier (43). Die Bresegarder bilden mit 16 Kameraden nur eine kleine Wehr, sind eine „Feuerwehr mit Grundausstattung“. Wenn größere Einsätze sind, eilen die Kameraden aus dem benachbarten Eldena mit zur Hilfe. 1980 hat Gerhard Minke die Funktion des Wehrführers übernommen, 35 Jahre später wieder abgegeben. Eine lange Zeit, auf die er zufrieden zurückblicken kann.

Feuerwehrtechnisch passiert bei einer so kleinen Wehr nicht allzu viel. Die größten Einsätze waren 1995, 2011 und 2014. „Den Hauptteil haben dabei auch die Eldenaer geleistet“, sagt Gerhard Minke und erinnert sich an 1995, als bei einem Hausbrand eine ältere Frau ums Leben kam. Oder an 2011, als ein Blitzschlag zum Unglück führte. 2014 dann war offensichtlich Brandstiftung die Ursache für das Feuer in Bresegard bei Eldena. Wenn Gerhard Minke von den Umständen erzählt, sind die Ereignisse noch heute bis ins Detail präsent und er macht sich seine Gedanken darüber, hinterfragt Entscheidungen. Für den Außenstehenden ist daraus erkennbar: Gerhard Minke hat die Aufgabe als Wehrführer mit aller Ernsthaftigkeit und großem persönlichen Engagement ausgefüllt.

Und das, obwohl der Beginn eigentlich nur ein Notnagel war. 1980 wurde ein Wehrführer gesucht, eine Funktion, für die sich niemand fand. Also übernahm Gerhard Minke sie aus Verantwortungsgefühl. Nach mehr als drei Jahrzehnten sagt er auf die Frage des Reporters schlicht: „Was ich einmal anfange, das bringe ich auch zu Ende.“ Das ist auch außerhalb von Bresegard nicht verborgen geblieben. Von 1998 bis 2002 war er stellvertretender Kreiswehrführer. Die Entwicklung seines kleinen Dorfes liegt ihm am Herzen. Deshalb hat sich Minke im vergangenen Jahr noch einmal als Gemeindevertreter aufstellen lassen. Und da gibt es immer noch den Dauerbrenner im Ort – der katastrophale Zustand der Dorfstraße (SVZ berichtete).

Was die Verschönerung des Dorfes betrifft, da hat die Feuerwehr sich stets eingebracht. Musste 1993/94 das Dach des alten Gerätehauses repariert werden, war 1998 dann ein großes Jahr für die Kameraden. Sie bekamen nicht nur ein neues Gerätehaus, sondern auch ein besseres Auto. 2009 wurde im Gerätehaus das „begehbare Regal“ eingebaut, auf das Gerhard Minke stolz ist. Im vergangenen Jahr war der 100. Geburtstag der Wehr, den sie gemeinsam mit dem Turnverein feierte, der ebenfalls bereits so alt ist. Zehn Jahre zuvor wurde bereits der 90. Feuerwehrgeburtstag zünftig begangen. Der nächste Höhepunkt wird sicher das Osterfeuer werden – dann aber unter der Verantwortung der neuen Wehrführung.

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