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Haveckenburg Wehr nun mit Umgehungsgerinne ausgestattet : Wehr für Fische keine Hürde mehr

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Ziel einer Baumaßnahme war die Sperrwirkung des Wehres Haveckenburg, kurz vor der Landesgrenze zu Niedersachsen, für Fische und Fischnährtiere zu entschärfen und so die Bestände und die Artenvielfalt zu vermehren.

Woosmer | Die Rögnitz ist ein Nebenfluss der Sude. Im Land Mecklenburg-Vorpommern ist die Rögnitz von der Mündung in die Sude bis zur Mündung der Elde-Rögnitz-Überleitung nähe Glaisin ein Gewässer erster Ordnung. Trotz Kanalisierung und zahlreicher Querbauwerke ist sie auf Teilstrecken noch relativ artenreich. Das soll weiter ausgebaut werden und dazu gehört die Durchgängigkeit des Flusses an diversen Wehren. Ziel einer Baumaßnahme war die Sperrwirkung des Wehres Haveckenburg, kurz vor der Landesgrenze zu Niedersachsen, für Fische und Fischnährtiere zu entschärfen und so die Bestände und die Artenvielfalt zu vermehren.

Ein Umgehungsgerinne mit einem für wandernde Fischarten ausreichend breitem Durchlass als Aufstiegsanlage - Baukosten 102 000 Euro - wurde mit Mitteln aus dem Europäischen Fischereifonds (EFF) und vom Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Die Kiemenatmer können nun, auch während der Sommerstauhaltung flussaufwärts wandern, was natürlich auch die bei der Übergabe anwesenden Sportfischer der Angelvereine Woosmer und Tewswoos freut. Diese Maßnahme dient außerdem der Umsetzung der EU-Wasserrichtlinie, die u.a. auch die ökologische Durchgängigkeit von Gewässern fordert, die in nur knapp anderthalb Monaten vom Perleberger Unternehmen Universalbau errichtet wurde.

"Zur Überführung wurde ein Hamco-Rohr eingesetzt. Auf einer Lage von 40 Zentimetern Schottergestein und Kiesel auf Geovlies wurden 67 große ausgesuchte Störsteine als Strömungshindernis gesetzt", erklärt Bauleiter Dominic Krüll. Ein Dank von Walter Klamann und Frank Müller vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) ging daher an die Baufirma sowie an alle Entscheidungsträger und Anlieger für die konstruktive Zusammenarbeit. "Ein guter Schritt", so Klamann, "sind doch zur weiteren Durchgängigkeit schon drei weitere Maßnahmen im Verlauf der Rögnitz Höhe Woosmer in Richtung Glaisin geplant, wofür auch schon Förderzusagen vorliegen, und die nach den Genehmigungsverfahren in Angriff genommen werden sollen". Dann bleibt nur noch ein Hindernis zur vollständigen Durchgängigkeit, und das ist das Wehr "Muresbrück" bei Woosmer. Dort steht die Entscheidung der Gemeindevertreter noch aus, da die Maßnahme auch mit Kosten für die Gemeinde verbunden ist. Da die Brücke aber schon veraltet ist und erhebliche Mängel aufweist, wäre dies natürlich eine Alternative, denn eine neue Brücke würde der Gemeinde wesentlich teurer kommen, war zu hören.

Die Entscheidung darüber fällt auf der nächsten Sitzung am 5. Dezember, informierte Bürgermeisterin Christel Drewes. Natürlich auch ein großer Schritt für die Natur, wäre dann doch die Rögnitz durchgängig für die Fische passierbar.

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erstellt am 03.Dez.2011 | 01:20 Uhr

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