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Ludwigsluster Tageblatt

23. September 2017 | 02:10 Uhr

Wöbbelin : Wegweiser zu Orten der Erinnerung

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Dreisprachige Publikation des Vereins Mahn- und Gedenkstätten stellt restaurierte Orte aufarbeitungswürdiger Geschichte vor

von
erstellt am 12.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Schlicht aber dadurch um so beeindruckender – wohltuend ist die Neugestaltung der Gedenkstätten bei den Massengräbern im Lüblower Wald.

Zu sehen auf einem Faltblatt in drei Sprachen, neben Deutsch auch Englisch und Niederländisch. Es beschreibt die neu gestalteten Gedenkstätten und Ehrenfriedhöfe des Landkreises. Jedenfalls diejenigen, die auf den Territorien der Kommunen liegen, die Mitglied im Verein Mahn- und Gedenkstätten des Landkreises sind.

Die Finanzierung der Publikation ist jeweils zur Hälfte dem Verein und dem Landkreis sowie der Landeszentrale für politische Bildung zu verdanken.

Eine Neuauflage war notwendig, denn diese Publikationen sind bereits seit 2009 vergriffen gewesen. Da bot der Abschluss der Neugestaltung der Gedenkstätten die passende Gelegenheit.

„Wenn das Wetter es zulässt, werden wir Flyerspender an den Gedenkstätten aufstellen“, erklärt Ramona Ramsenthaler, die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Diese wie auch die Faltblätter sind mit einem QR-Code versehen, anhand dessen man auf die Internetseite des Vereins geleitet wird. Dort gibt es dann weiterführende Informationen. Die Flyerspender sind bereits seit dem Herbst letzten Jahres fertig und aus Mitteln der Sparkassenstiftung finanziert worden. Einer stehe bereits auf dem Ehrenfriedhof in Hagenow, erzählt Ramona Ramsenthaler.

Die Flyerspender werden nicht das ganze Jahr über an den Gedenkstätten stehen, aber zur Besuchersaison die Informationsblätter bereithalten.

Im Moment sind Bemühungen im Gange, „Adoptiveltern“ für die Spender zu finden, damit diese immer aktuell bestückt sind.

Und dass die Faltblätter dreispaltig sind, hat mit der internationalen Aufmerksamkeit zu tun, die die Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis inzwischen genießen. So gibt es allein zwei große Opfergruppen von Häftlingen und/oder ihren Angehörigen, die das Martyrium des KZ Wöbbelin durchlebten.

Vorgestellt werden auf dem Faltblatt aber auch die Gedenkstätten des Todesmarsches und das Elbbergmuseum in Boizenburg. Es beherbergt zwei Ausstellungen zur deutschen Zeitgeschichte: den Küchenkeller des Außenlagers des ehemaligen KZ Neuengamme und den 1973 errichteten Transitvorkontrollposten an der innerdeutschen Grenze.

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