Möllenbeck : Weg nach Menzendorf ein wichtiges Sanierungsprojekt

Bürgermeister Uwe Holzwarth zeigt auf den Weg, der nach Menzendorf führt und komplett saniert werden müsste.
Bürgermeister Uwe Holzwarth zeigt auf den Weg, der nach Menzendorf führt und komplett saniert werden müsste.

Die Gemeinde Möllenbeck plant 2018 die Erneuerung der 1,4 Kilometer langen Verbindung.

svz.de von
09. Januar 2018, 07:00 Uhr

Schwierige Finanzsituation und klamme Haushaltslage in den Kommunen – damit hat auch die Gemeinde Möllenbeck im Amt Grabow schon seit Jahren zu kämpfen. Wie sich das zurückliegende Jahr gestaltete und was im neuen Jahr ganz oben auf der Liste steht, dazu befragte Redakteur Michael Seifert den Möllenbecker Bürgermeister Uwe Holzwarth. Der 54-Jährige steht seit 2009 an der Spitze der Gemeinde, zu der auch die Ortsteile Carlshof, Menzendorf und Horst gehören und in der aktuell rund 220 Einwohner leben.

Stichwort Gemeindeleitbild und Zukunftsfähigkeit: Wie ist es damit in Möllenbeck bestellt?
Uwe Holzwarth: Bei der großen Befragung zur Zukunftsfähigkeit der Gemeinden, vom Land initiiert, haben wir 51 Punkte erreicht. Über dieses Ergebnis waren wir sehr froh. Punkten konnten wir zum Beispiel mit dem Thema Zuzug. In den vergangenen Jahren haben sich bei uns junge Leute mit Kindern niedergelassen. Aktuell bauen zwei Familien bei uns in Möllenbeck. Wir haben auch noch Gemeindeland zu vergeben, drei Bauplätze sind noch frei. Und wir haben im Dorf auch wenig Leerstand. Nur zwei Häuser, die sich in Privatbesitz befinden, stehen aktuell leer.

Ist der Haushalt der Gemeinde für 2018 schon verabschiedet?
Nein. Den Haushaltsentwurf hat die Gemeindevertretung zwar beschlossen, er liegt derzeit zur Bearbeitung beim zuständigen Fachbereich im Amt Grabow. Fakt ist aber, dass sich die finanzielle Situation auch bei uns so darstellt, dass wir große Vorhaben nicht in Angriff nehmen können. Aber es gelang uns im Vorjahr, einen Teil der Straßenbeleuchtung mit LED-Lampen umzurüsten. Und im Jahr 2015 haben wir die Brücke nach Horst saniert. Wir verfügen zwar noch über Eigenmittel, aber die Haushaltskonsolidierung wird auch in den kommenden Jahren fortgeführt. Bis 2010 hatten wir noch ein finanzielles Polster, aber in den Folgejahren steigende Ausgaben für Amts- und Kreisumlage und immer weniger werdende Zuweisungen und Zuschüsse vom Land haben zu dieser finanziellen Misere geführt. Dennoch haben wir die Hebesätze bei den Grundsteuern nicht an den Landesdurchschnitt angeglichen. In der Gemeindevertretung gab es dafür nicht die nötige Mehrheit.

Wenn der Haushalt für 2018 genehmigt ist, was wäre ein wichtiges Vorhaben, das die Gemeinde anpacken müsste?
Schon 2017 haben wir geplant, den rund 1,4 Kilometer langen unbefestigten Weg vom Ortsausgang zum Ortsteil Menzendorf zu sanieren, für die Gemeinde allein wären das jedoch zu hohe Kosten. Auch in diesem Jahr haben wir das Vorhaben fest im Blick, die Gemeindevertretung hat vom Grundsatz her einen Beschluss gefasst, diese Maßnahme in Angriff zu nehmen. Aber das geht nur, wenn es Fördermittel gibt. Wir müssen alle Möglichkeit ausschöpfen und prüfen, ob es dann mit unseren Eigenmitteln machbar ist.

Ein intaktes Dorfleben wird auch vom ehrenamtlichen Einsatz vieler in Vereinen geprägt. Wie sieht es da in Ihrer Gemeinde aus?
Die Freiwillige Feuerwehr und der Sportverein Möllenbeck sind unsere Stützen. Die Mitglieder organisieren viele Veranstaltungen. Das Sport- und Dorffest, das immer am ersten Wochenende im August stattfindet, sowie Rentnerfeiern und Ausflüge stehen da ganz obenan und werden auch immer gut besucht. Die Leute merken, das was los ist im Dorf und machen mit. Gut angenommen werden auch die Rentnernachmittage einmal im Monat. Immer mittwochs finden diese im Gemeindehaus statt. Außerdem haben wir einen Jugendclub, aber da ist es zurzeit etwas ruhig. Die nachfolgende Generation von Jugendlichen, die diesen Freizeittreff nutzen könnte, wächst nämlich gerade erst noch heran.

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