Grabow : Weg frei für Gewerbepark an der A 14

Zwischen Kreisel und Grabow auf der rechten Seite der B 5 soll der Gewerbepark A14 entstehen.
Zwischen Kreisel und Grabow auf der rechten Seite der B 5 soll der Gewerbepark A14 entstehen.

Stadtvertreter stimmen für Änderung der Flächennutzung und Aufstellung des Bebauungsplanes

svz.de von
24. September 2015, 08:00 Uhr

Der Weg ist frei: Mit ihren Stimmen für die Flächennutzungsänderung und den B-Plan haben Grabows Stadtvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung das Projekt  „Gewerbepark A 14“ auch politisch ins Rollen gebracht. Dort, wo heute noch Wälder und Wiesen sind, könnte schon  in vier oder fünf Jahren  der  „Gewerbepark A14“ stehen.

„Wir verfügen derzeit über keine Flächen für die Neuansiedlung von Gewerbe“, sagt Bürgermeister Stefan Sternberg. „Mit dem Bau an der A 14 ergeben sich für die Stadt völlig neue Perspektiven.“ Dass beide Beschlüsse so kurzfristig auf die letzte Tagesordnung kamen, hat einen Grund: Bis Ende des Jahres will Grabow beim Land die entsprechenden Anträge auf die Förderung stellen. „Wenn wir das gut machen, dann könnte der Anteil  ähnlich hoch ausfallen wie ihn die  Ludwigsluster für den Gewerbepark „Industriegebiet Stüdekoppel“ bekommen haben“, hofft Sternberg. 

Das geplante Ludwigsluster Gewerbegebiet an der A14 befindet sich in etwa auf  gleicher Höhe auf der anderen Seite der Autobahn. Von den 2,6 Millionen Euro, die hier die Erschließung kostet, steuert das Schweriner Wirtschaftsministerium  2,3 Millionen bei. Die Erschließungsarbeiten in Ludwigslust haben bereits im Juli begonnen und sollen im Juni kommenden Jahres beendet sein.

Mit Gesamterschließungskosten von 2,5 Millionen Euro rechnet auch Stefan Sternberg  für den Gewerbepark in Grabow. Er hofft auf zügigen Beginn der Kanalbauarbeiten. „Wir sollten das  im gleichen Zuge machen wie die Ludwigsluster, das spart noch einmal Kosten.“ Und es schafft  Zeitgewinn für André Schubert, den Geschäftsführer vom Raumausstatter Fachmarkt Haack. Der Geschäftsmann  plant auf seinem Gelände neben dem Fachmarkt auch den Bau eines Autohofes und  eines Fastfood-Restaurants. Das entsprechende B-Plan-Verfahren laufe schon, so Sternberg.

Parallel zu den Planungen und Antragstellungen werben Ludwigslust und Grabow bereits auf Messen für ihren Standort an der A 14. Es gebe auch schon erste Anfragen, so Sternberg. „Interessant und greifbar wird das Gelände natürlich erst, wenn man etwas sieht.“

Infrastrukturminister Christian Pegels Absage an das Städtedreieck, was die Einstufung  als „landesweit bedeutsam“  im Bereich der Anschlussstelle  A 14 bei Ludwigslust/Grabow betrifft, sieht Stefan Sternberg ganz anders.  „Das sind wir vielleicht aus heutiger Sicht nicht. Aber wenn sich beide Gewerbegebiete zu einem Park  zusammenschließen, kommen wir zumindest schon mal auf eine Fläche von  100 Hektar und erfüllen damit ein wichtiges Kriterium.“

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