Nuestadt-Glewe : Weg durchs Bad wieder öffnen

Die Initiatoren des Antrags kritisieren auch die vielen Zäune.
Die Initiatoren des Antrags kritisieren auch die vielen Zäune.

Neustädter initiierten „Einwohnerantrag für die Offenhaltung des Geh- und Radweges im Bereich der Badeanstalt des Neustädter Sees“

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02. Dezember 2014, 07:00 Uhr

In Neustädter Geschäften liegen derzeit Stimmzettel aus. Es geht um einen „Einwohnerantrag für die Offenhaltung des Geh- und Radweges im Bereich Badeanstalt des Neustädter Sees“.

Die Initiatoren des Antrags sind Dr. Wiebke Petersen, Petra Hartwig und Dr. Erhard Krauße. Sie kritisieren, dass der Weg im Bereich des Barracuda Beach für Neustädter Spaziergänger und Radfahrer nicht mehr passierbar ist.

Gegenüber SVZ legen die Antragsteller das Problem in einem Brief so dar: „Im Jahr 2012 hat die Stadtvertretung von Neustadt-Glewe beschlossen, die Badeanstalt am Neustädter See als Gemeinde nicht mehr selbst zu betreiben, sondern diese an einen privaten Betreiber zu verpachten. Dieses wird sicher aus betriebswirtschaftlich wohl überlegten Gründen geschehen sein. Auch der Betreiber, der die Badeanstalt nun fast drei Jahre führt, investiert und sauber hält, hat ein Interesse, mit seinem Engagement Geld zu verdienen. Dieses sei ihm gegönnt.“

Weiter kritisieren die Antragsteller, dass rund um die Badeanstalt immer mehr Zäune errichtet wurden. „Seit letztem Jahr ist nun auch der Geh- und Radweg im Bereich der Badeanstalt eingezäunt und die Neustädter somit ausgezäunt“, heißt es in dem an die Redaktion gerichteten Brief. Das „Wirrwarr“ an Zäunen sehe nicht nur unschön aus, es grenze die Neustädter auch vom Spazierengehen und Radfahren am See aus.

Dr. Wiebke Petersen und Petra Hartwig betonten gestern gegenüber SVZ, dass man keine Konfrontation wolle. „Der Betreiber der Badeanstalt macht eine gute Arbeit. Aber andere Ferienobjekte in Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass es auch intelligente Lösungen gibt, bei denen Bürger und Betreiber von Ferienobjekten gut miteinander auskommen. Dieses ist auch für unsere Stadt zu wünschen, denn schön ist Neustadt-Glewe unter anderem durch den See. Es geht um ein Miteinander, kein Gegeneinander.“

Petra Hartwig: „Früher konnte man den Weg entlang der Badeanstalt nutzen. Man hat eben an der Kasse gesagt, man wolle nur durchgehen oder radeln – es gab keine Probleme. Im Winter sowieso nicht. Auch viele ältere Leute aus Hohewisch haben den Weg genutzt, um zum Beispiel nach Neustadt zum Einkaufen zu kommen.“ Weil der Zaun jetzt den Weg versperrt geht das nicht mehr. Möglich ist noch ein Umweg über den derzeit nicht genutzten Campingplatz. Petra Hartwig: „Wir fürchten, dass bei künftiger Nutzung auch der Campingplatz vollkommen eingezäunt wird und ein Durchkommen dann auch hier nicht mehr möglich ist. Dann müssten Wanderer und Radfahrer auf eine von Autos befahrene Straße ausweichen.“

Jetzt hoffen die Initiatoren des Antrags auf möglichst viele Unterschriften. „Wir möchten den vielen Neustädter Bürgerinnen und Bürgern, die bereits unterschrieben haben, danken“, sagt Dr. Wiebke Petersen. Die Unterschriftenlisten sollen den Stadtvertretern auf ihrer nächsten Sitzung noch im Dezember übergeben werden. „Wir wünschen uns, dass die Stadtvertreter den Pachtvertrag nochmals überdenken und er so gestaltet wird, dass der Weg nicht mit verpachtet wird und für die öffentliche Nutzung frei bleibt“, betont Dr. Wiebke Petersen. Nach ihren Worten sind Einwohner von Neustadt-Glewe einschließlich der Ortsteile ab einem Alter von 14 Jahren stimmberechtigt. Eingereicht werden kann der Antrag nur, wenn eine bestimmte Anzahl an Unterschriften erreicht wird. „Da die Stimmberechtigung überprüft werden muss, bitten wir, auch Ihre Anschrift und das Geburtsdatum auf den Stimmzetteln zu vermerken“ so Dr. Wiebke Petersen.


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