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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 20:22 Uhr

Dodow : Wasser und Saft für das halbe Land

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Im Dorf Dodow arbeiten 480 Menschen für die Getränkeversorgung von Millionen / Riha Weser Gold-Gruppe investiert weiter

von
erstellt am 04.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Das Dorf, das direkt an der A 24 und in der Nähe von Wittenburg liegt, hat schon seit Jahrzehnten auch im Schweriner Raum unter Saftfreunden einen sehr guten Ruf. Nach Dodow brachte man auch früher die gesammelten Äpfel und bekam dafür kostbaren Saft. Das ist im Prinzip auch so geblieben. Nur die Dimensionen haben sich im Vergleich zur Keimzelle, der LPG Apfelblüte Dodow, erheblich verändert.

Heute ist das laufend erweiterte und hochmoderne Werke Teil der Riha Weser Gold-Gruppe, dem größten familiengeführten Getränkehersteller Deutschlands. Wobei Riha, für den Eigentümer und Gründer Richard Hartinger steht.

Gut 480 Menschen, die allermeisten aus der Region, arbeiten in Dodow und werden in diesem Jahr 380 Millionen Getränkeeinheiten produzieren, abfüllen, kommissionieren und ausliefern. Das sind immerhin zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Mit Einheiten sind Flaschen in allen Größen aber auch Tetrapaks gemeint. Beliefert werden die großen Handelseinheiten, der wichtigste Kunde ist mit Abstand Aldi Nord.


Aktuelle Hitzeperiode steigert die Nachfrage


Gerade einmal zwei Tage hielt die Hitzewelle an, da stiegen bei den Dodowern spürbar die Bestellungen. Ein Trend, der in den vergangenen Tagen angehalten hat und der der Belegschaft einiges abverlangt. Betriebsleiter Frank Jehring hält große Stücke auf seine Frauen und Männer. „Das ist schon enorm, was gerade an den Bändern bei dieser Hitze geleistet werden muss. Dort ist es schon an normalen Tagen recht warm, jetzt sind mehr als 30 Grad völlig normal.“ Und auch die Maschinen müssen mit Eiswasser zusätzlich gekühlt werden, damit sie ordentlich funktionieren. Jehring: „Wir hoffen nur, dass wir von größeren Ausfällen verschont bleiben.“ Aktuell wird die Belegschaft durch 15 Schüler und Studenten verstärkt, die sich in ihren Ferien etwas dazuverdienen. Beschäftigte mit Kindern sollen auch im Sommer Ferien machen können. Soziales wird groß geschrieben in dem Unternehmen

Neben Säften und Schorlen in allen Konzentrationen und Einheiten werden aktuell vor allem Mineralwasser und Eistees produziert. In Größenordnungen. Derzeit sind es täglich allein 300 000 Flaschen Mineralwasser, die in Dodow abgefüllt und auch verkauft werden. Aktuell laufen von den zehn Abfüll-Linien, die es im Betrieb gibt, drei mehrschichtig rund um die Uhr. Bekannt geworden ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren eigentlich unter dem Namen Fruchtquell, obwohl es auch damals schon zur Riha-Gruppe gehörte. Nun gab es eine neue Struktur, wurde Dodow zur Betriebsstätte von Weser Gold. Das hat auch Folgen für den Auftritt. Fast abgeschlossen ist z. B. die Umrüstung der 45 Fahrzeuge umfassenden Lkw-Flotte auf das neue Logo. Mit dem eigenen Fuhrpark kann Dodow flexibel reagieren und auch schnell liefern.

Möglichst viel aus eigener Hand zu machen, Kreisläufe in der Hand zu haben, das war schon immer Maxime der Familie Hartinger. Und so ist Dodow eben mehr als ein reiner Abfüllbetrieb. Zur Firma gehört auch ein professionell betriebener Obstbau mit Hunderten Hektar an Plantagen, meist sind es Äpfel. Die liefern im Herbst den Rohstoff für die neuen Säfte, das Unternehmen hat in speziellen Tanks Kapazitäten von vielen Millionen Litern an Direktsaft oder Konzentrat und kann sich somit unabhängiger von Preisschwankungen beim Rohstoff machen.

Fast spruchreif ist das neue Biowasser, mit dem man wohl noch im Herbst auf den Markt will. „Quellbrunn“ soll das Wasser heißen, das aus 85 Metern Tiefe kommt und natürlich aus dem Biosphärengebiet Schaalsee stammt. Das ist auf dem bundesweiten Markt etwas wert. Derzeit liegen alle Unterlagen und Proben im Schweriner Ministerium zur Bestätigung.

 

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