zur Navigation springen

Schloss Ludwigslust : "Warum ist kein Obst in den Schalen?"

vom

Für viele Schüler gehört in den Herbstferien der Besuch bei den Großeltern einfach dazu. Da die Angebote in dieser Zeit oft recht überschaubar sind, richtete sich das Ludwigsluster Schloss genau an diese Zielgruppe.

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2012 | 10:07 Uhr

Ludwigslust | Für viele Schüler gehört in den Herbstferien der obligatorische Besuch bei den Großeltern einfach dazu. Damit dieser keinesfalls langweilig abläuft, sorgen viele Omas und Opas gerne für ein ausgefülltes Beschäftigungsprogramm. Da die Angebote für Kinder jedoch auch in dieser Zeit oft recht überschaubar sind, richtete sich das Ludwigsluster Schloss genau an diese Zielgruppe. Unter dem Motto "Kostbarkeiten im Schloss - Mit Oma und Opa durch historische Räume" ging es durch die Jahrhunderte.

So war Werner Korzitze mit seinem Enkelsohn Morris in das ehemalige Residenzschloss gekommen, um sich einmal im Inneren umzusehen. "Oft geht man hier vorbei und blickt dann zum Schloss. Deshalb interessiert es auch meinen Enkel, sich das hier einmal anzusehen", erklärt der Ludwigsluster. Unter den Ausführungen von Museumspädagogin Sylvia Wulff beschritten die Beiden die geschichtsträchtigen Räume und ließen keine Frage ungestellt. So wurde der dreiteilige Tafelaufsatz, eine Hochzeitsgabe an Erbprinz Friedrich Ludwig von Mecklenburg-Schwerin und Großfürstin Helene Pawlowna aus dem Jahr 1799 genau betrachtet. "So was stellte man auf den Tisch, weil das Essen sehr lange dauerte", erklärte Sylvia Wulff , "das Kunstwerk bildete dann den Gesprächsstoff". Zahlreiche Fragen von Morris wie "Warum ist kein Obst in den Schalen?", "Warum darf man die Tür nicht anfassen?" oder "Welches ist ihr Lieblingsmodell?" ließen Sylvia Wulff oft ungewöhnliche Antworten preisgeben. In einem weiteren Raum konnte sie mit der Ausführung "heute schreibst du eine SMS, damals hat man über die Fächersprache kommuniziert", überzeugen, welche sie noch mit einem Fächer veranschaulichte. "Natürlich muss man eine altersgemäße Führung anbieten. Und die Kinder stellen auch ganz andere Fragen als die Erwachsenen. Sie vergleichen die damaligen Umstände eher mit ihrem eigenen Leben. Senioren stellen eher Fachfragen und besitzen viel Hintergrundwissen", so die Museumspädagogin.

Das honorierte auch der elfjährige Morris: "Die optischen Täuschungen haben mir am Besten gefallen". Doch war der Tag für den Bützower Schüler damit noch nicht beendet. "Wir haben auch schon die Strohpuppen am Forsthof gesehen und nachher geht es noch zum Fußball", erzählt der Fünftklässler. "Die Woche über geht es noch nach Dömitz und in den Schlosspark. Wir werden uns jeden Tag etwas vornehmen", führte Werner Korzitze an. Damit der Besuch bei den Großeltern auch im kommenden Jahr wieder zum Pflichtprogramm gehört.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen