Warlow : Warlow: Zweimal Brandstiftung

In einem Büro- und Aufenthaltsraum auf dem Betriebsgelände brannten Akten, drei Feuerwehren waren im Einsatz.
1 von 2
In einem Büro- und Aufenthaltsraum auf dem Betriebsgelände brannten Akten, drei Feuerwehren waren im Einsatz.

Bei erstem Brand in Warlow ist ein technischer Defekt noch nicht auszuschließen. Es traf immer den gleichen Landwirtschaftsbetrieb

von
27. Juni 2017, 21:00 Uhr

Nach dem dritten Brand innerhalb von vier Tagen bleibt kaum ein anderer Schluss: In Warlow treibt derzeit offenbar ein Brandstifter sein Unwesen. „Beim Brand des Strohlagers am Sonnabend und des kombinierten Büro- und Aufenthaltsraumes gestern Morgen gehen wir von Brandstiftung aus“, sagte Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, auf SVZ-Anfrage. „Bezüglich des Technikraumes sind wir noch nicht sicher, ob ein technischer Defekt oder ebenfalls Brandstiftung die Ursache war.“ Dort hatte es am Freitagmorgen gebrannt. Alle drei Brandorte gehören zu ein und demselben Landwirtschaftsbetrieb.

Gegen 7.30 Uhr hatten gestern Morgen in Warlow die Sirenen gedröhnt. „Vor Ort stellten wir in einem Nebenraum eines Stallgebäudes einen Schwelbrand fest“, erklärte Einsatzleiter René Neumann, der Wehrführer von Warlow. Nach Aussage der Polizei brannte dort ein Stapel Akten. Das Feuer griff auf einen daneben stehenden Schrank über und beschädigte diesen. Nach bisherigen Erkenntnissen sei ein Schaden von rund 100 Euro entstanden, so die Polizei.

Offenbar hatte der Betriebsleiter das Feuer entdeckt, als er am Morgen auf den Hof kam, und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Wegen Sauerstoffmangels sei es beim Schwelbrand geblieben, so  René Neumann. Zwei Kameraden mit Atemschutzgeräten rückten zum Löschen in den Raum vor, zwei weitere kontrollierten von außen. Insgesamt waren mehr als 30 Kameraden vor Ort – von den freiwilligen Feuerwehren aus Warlow, Kummer und Ludwigslust. „Drei Löscheinsätze innerhalb von vier Tagen – so etwas hatten wir hier wohl noch nie“, meinte der Warlower Wehrführer.

Die Ermittlungen der Polizei zu den drei Bränden dauern derzeit noch an. „Der Kriminaldauerdienst und Brandermittler der Kriminalpolizei waren auch gestern wieder vor Ort“, so Klaus Wiechmann. Nach Untersuchungen an den Tatorten und  Befragungen sind sie zu ersten Erkenntnissen gekommen. „Wir müssen vermuten, dass der Täter aus dem Umfeld des Betriebes stammt oder sich dort zumindest sehr gut auskennt“, so der Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust abschließend.

Das erste Feuer war am Freitagmorgen gegen 8 Uhr ausgebrochen. Da war es in einem Nebengebäude, in dem sich ersten Erkenntnissen zufolge der Hauptsicherungskasten für die Stallungen befindet, zu einem Brand gekommen. In der Nacht zu Sonnabend gegen 1.30 Uhr stand dann ein überdachtes Strohlager in Flammen. Nach Angaben der Polizei sind dabei rund 200 Strohballen vernichtet worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen