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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 22:29 Uhr

Ludwigslust : Wanze, Zikade und Co. auf der Spur

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sonderausstellung im Natureum zeigt Vielfalt der heimischen Insekten / Drei Viertel aller Tierarten werden ihnen zugerechnet

von
erstellt am 30.Mär.2017 | 07:00 Uhr

Dr. Wolfgang Zessin hält einen Stein in seinen Händen. Darin eingeschlossen ist ein Libellenflügel von beachtlicher Größe. 300 Millionen Jahre ist das geschätzte Alter des Tieres. Der Entomologe hat ihn selbst gefunden und wissenschaftlich bearbeitet. Der Libellenflügel ist der größte Deutschlands und der zweitgrößte in Europa.

Das Erstaunen der Besucher war groß, als Wolfgang Zessin das Fossil bei der Eröffnung einer Insektenausstellung am Dienstagabend zeigte. Die Schau ist bis Ende Oktober im Natureum am Ludwigsluster Schloss zu sehen.

Uwe Jueg, der Vorsitzende der Naturforschenden Gesellschaft Mecklenburg (NGM), verweist auf den Titel dieser Sonderausstellung „Die Vielfalt der heimischen Insekten“. Sie gelangten schwerer ins Bewusstsein der Öffentlichkeit als Säugetiere, obwohl Insekten drei Viertel aller Tierarten ausmachten, so der Naturforscher.

Die Ausstellung ist vom Entomologischen Verein Mecklenburg gestaltet worden. Federführend waren der Vorsitzende Uwe Deutschmann und sein Stellvertreter Wolfgang Zessin.

Es sind neben Schmetterlingen, Käfern, Wanzen und Libellen auch andere Insekten aus Westmecklenburg sowie fossile Insekten aus der Steinkohlenzeit vor 300 Millionen Jahren und aus dem Jura von Solnhofen und Dobbertin zu sehen.

Der Entomologische Verein Mecklenburg begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Seinerzeit ist er aus der Fachgruppe Entomologie des Kulturbundes hervorgegangen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Insektenwelt Mecklenburgs zu erforschen und zu erhalten sowie die wissenschaftliche und Bildungsarbeit zu fördern.

Gegenwärtig hat er 48 Mitglieder. „Wir hoffen durch die Ausstellung weitere Interessenten für die Mitarbeit in unserem Verein zu finden“, gibt Uwe Deutschmann seiner Hoffnung Ausdruck.

In MV sind gegenwärtig zum Beispiel 1170 Kleinschmetterlingsarten, 450 Arten von Zikaden und 432 Arten von Wanzen nachgewiesen.

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