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Ludwigsluster Tageblatt

21. Oktober 2017 | 14:21 Uhr

Ludwigslust : Wandeln auf Lennés Spuren

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigslust würdigt 150. Todestag des preußischen Gartenkünstlers mit Schlosspark-Führung und Lesung

von
erstellt am 18.Jul.2016 | 10:42 Uhr

War Peter Joseph Lenné überhaupt jemals in Ludwigslust? Die Frage können selbst Experten wie die Kulturjournalistin Christa Hasselhorst und Schlossparkführer Dietmar Braune nicht beantworten. „Es gibt keinen einzigen Beleg dafür“, sagt Dietmar Braune. „Er war mit Sicherheit vier Mal in Schwerin. Das beweisen Reiseabrechnungen. Aber ob er von dort auch mal einen Abstecher nach Ludwigslust gemacht hat, bleibt nur zu vermuten.“ Dass der Ludwigsluster Schlosspark Lennés Handschrift trägt, ist unbestritten. „Er hat die Pläne hier genial umgesetzt“, sagt Braune. Unverkennbar: Lennés weite geschwungene Wege, auf denen sich links und rechts immer wieder neue Bilder bieten. „Wer hier entlang spaziert, sollte sich gut unterhalten.“

Gartenbau-Ingenieur Braune ist Gast des Lenné-Tages, zu dem Stadt, Schloss und Schlossförderverein anlässlich des 150. Todestages des Gartenarchitekten eingeladen hatten. Die Idee dafür kam Bibliothekarin Anke Ballhorn auf einer Lesung an der Ostsee mit Christa Hasselhorst. Die Autorin ist Fan von Lenné. „Quereinsteigerin“ wie sie selbst von sich sagt, aber in Sachen Lenné „gern missionarisch“ in ganz Deutschland und vor allem in MV unterwegs. Denn in keinem anderen Bundesland sei die Dichte von Lenné-Parkanlagen so hoch. In Ludwigslust las sie am Lenné-Tag im vollbesetzten Mamorsaal aus ihrem Buch „Vom Erschaffen der Landschaft“. Berichtete über die ungerechte Rivalität zwischen Fürst Pückler und Lenné, schwärmte von Lennés Gartenkunst in Basedow, im Kurpark von Bad Homburg und in Neu Hardenberg, von seinen Lieblingen, den Sumpfzypressen und dem Lennéschen Trick, die Gewässer immer so anzulegen, dass sich die Baukunst darin spiegelt.

So wie im Ludwigsluster Schlosspark. Knapp zwei Stunden wandelten die einhundert Zuhörer nach der Lesung mit Dietmar Braune auf Lennés Spuren. Vorbei an weiten Wiesen, Teichen, Tulpenbäumen und Sumpfzypressen... Viele Gäste waren dafür aus Berlin und Westmecklenburg angereist. Axel Behr kam aus Schwerin. „Ich bin nebenbei Stadtführer“, sagt er. „Da kann man sich so ein Angebote doch nicht entgehen lassen.“

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